Ostsee: Dieser kleine Küstenort hat jetzt große Pläne – „Es gibt viel zu tun“

Der Ostsee-Strand von Heiligenhafen.
Der Ostsee-Strand von Heiligenhafen.
Foto: imago images/imagebroker

Ob Scharbeutz, Travemünde oder Warnemünde: In vielen Küstenorte an der Ostsee hat es in diesem Jahr erneut einen großen Andrang gegeben. In Heiligenhafen hingegen ging es etwas ruhiger zu. Doch für die Zukunft hat das Städtchen an der schleswig-holsteinischen Küste große Pläne.

Die neue Tourismuschefin des Ortes will einiges vor. Damit soll die Kleinstadt an der Ostsee nicht nur in den Sommermonaten attraktiver werden.

Ostsee: Nebensaison stärken

In Heiligenhafen aufgewachsen, zog es die 38-jährige Verena Butler zunächst in verschiedene Hotels auf der ganzen Welt. Doch dann lockte das Angebot aus ihrem Heimatort. Seit August ist die Leiterin für die Bereiche Tourismus und Personalplanung bei den örtlichen Verkehrsbetreiben, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

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  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum

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In den vergangenen Jahren hat sich bereits einiges getan: Eine Erlebnis-Seebrücke und einer Hochzeitslounge, eine Promenade sowie zahlreiche moderne Hotels und ein großes Ferienhausgebiet sollen mehr Besucher anziehen. Rund 8000 Betten stehen im Seebad für Gäste bereit.

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Dennoch sei die Zahl der Übernachtungen 2020 von 884.795 im Vorjahr auf 808.949 gesunken. Für den aktuellen Sommer sieht Butler aber eine positive Entwicklung, „weil der Inlandstourismus durch Corona boomt“.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Ostsee: Schwimmbad-Pläne für Heiligenhafen

Um die Betten auch in der Nebensaison zu belegen, hat Butler große Pläne. „Es wäre schön, ein Schwimmbad zu haben, um mehr Ganzjahrestourismus zu haben“, sagt sie dem „Abendblatt“. Ein Projekt für den Bau einer Therme mit angeschlossenem Hotel wurde in der Vergangenheit von den Bewohnern abgelehnt.

Jetzt soll an anderer Stelle ein größeres Schwimmbad entstehen. Es gebe bereits eine kleine Halle für den Schwimmunterricht, dort könne man weitere Becken anbauen, schlägt Verena Butler vor. Dabei sei es wichtig, die Anliegen der Einwohner ernst zu nehmen, da deren Akzeptanz entscheidend sei.

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Zusätzlich sei ein neues Mobilitätskonzept wichtig, so Butler. Da die Kleinstadt an der Ostsee keine Bahnanbindung habe, kämen die meisten Besucher mit dem Auto. Vor Ort möchte die neue Tourismuschefin ihnen künftig alternative Fortbewegungsarten ermöglichen.

Eins ist für die Schleswig-Holsteinerin sicher: „Es gibt viel zu tun.“ (mik)