„Rote Rosen“: Kehrt ER bald zur Serie zurück? „Wenn man es wollen würde“

Die „Rote Rosen“-Besetzung aus Staffel 13
Die „Rote Rosen“-Besetzung aus Staffel 13
Foto: ARD/Thorsten Jander

Constantin Lücke spielte im Zeitraum Mai 2016 bis August 2017 bei „Rote Rosen“ den Hotel-Manager Patrick Mielitzer. Aktuell sorgt er jedoch mit seiner Stellungnahme zum Thema Diversität in der Schauspielbranche für Aufsehen (>> hier mehr dazu).

Im Interview mit MOIN.DE spricht der 41-Jährige jetzt über seine Vergangenheit bei „Rote Rosen“, den Wechsel zur Daily Soap „Unter Uns“ und ob er sich eine Rückkehr nach Lüneburg vorstellen kann.

„Rote Rosen“: Ex-Star spielt nun bei „Unter Uns“

Seit September 2020 spielt Constantin Lücke bei der kölschen Serie „Unter Uns“ den Till Weigel. Dabei tritt er in große Fußstapfen. Die Rolle wurde nämlich knapp 20 Jahre von Fan-Favorit Ben Ruedinger gespielt.

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Auf die Frage, ob er das als besondere Herausforderung sehe, gibt sich der talentierte Schauspieler gelassen. Es sei keine Umstellung für ihn persönlich, da für ihn die Rolle so oder so neu sei, aber auf jeden Fall für die Fans.

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Er selbst musste sich erstmal mit der Rolle des Till Weigel auseinandersetzen. Dieser erlebte in den 20 Jahren ganz schön viel. Bislang habe er nämlich „Unter Uns“ nicht verfolgt: „Da musste ich mich erstmal reinfuchsen“, gesteht der 41-jährige Nordrhein-Westfale.

„Unter Uns“-Produktion ist zufrieden mit Ex-„Rote Rosen“-Star

Zumindest die Produktion sei sehr zufrieden mit ihm, ob die Fans es genau so sehen, kann er noch nicht so klar sagen. Foren und Plattformen im Internet meide er nämlich. Die ein oder andere Nachricht schleiche sich aber dennoch in seine Instagram-Privatnachrichten:

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Das ist Constantin Lücke:

  • Constantin Lücke wurde am 15. August 1979 in Velbert, Nordrhein-Westfalen geboren
  • Vier Jahre hat er an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover studiert
  • In der 13. und 14. Staffel übernahm er bei den „Rote Rosen“ eine Hauptrolle und spielte den Patrick Mielitzer
  • Seit 14 Jahren ist Lücke mit seinem Freund zusammen und heiratete diesen im Sommer 2020
  • Im September 2020 übernahm er die Rolle des Till Weigel bei „Unter Uns“

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„Die Zuschriften sind überwiegend positiv. Es gibt allerdings auch Nachrichten, die negativ sind. Die werden dann gleich gelöscht“, scherzt Lücke. Aber Spaß beiseite: „Einige Fans waren bestimmt nicht zufrieden, dass ich der neue Till Weigel bin. Man kann es eben nicht jeden Recht machen.“

„Rote Rosen“-Ex-Star: „Musste lachen, als ich das Drehbuch gelesen habe“

Zumindest fühle er sich sehr wohl am Set, obwohl der Einstieg doch ungewöhnlich war. Vorab rätselte er selbst, wie die Produktion es anstellen würde und er behielt Recht: „Ich musste so lachen, als ich das Drehbuch gelesen habe.“

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Der alte Till hatte nämlich einen Unfall und der neue Till wurde nach und nach „entblättert“. Am Anfang trug Lücke einen Ganzkörperverband: „Man sah nur Mund und Augen.“ Und tada: Constantin Lücke wurde den Fans als neuer Till Weigel vorgestellt.

Angesprochen auf einen Unterschied zwischen „Unter Uns“ (Daily Soap) und „Rote Rosen“ (Telenovela) sieht der Schauspieler diesen ganz klar im Aufwand.

„Rote Rosen“: Serie ist nicht gleich Serie

Die Produktion der „Rote Rosen“ sei viel aufwendiger, da die Bilder, also die einzelnen Szenen länger sind als die bei „Unter Uns“. Die Daily Soap in Köln zeige auch eher ein Großstadtfeeling und sei gerade für jüngere Menschen attraktiv.

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Das Erfolgsrezept für ihn: Ein flippiger Lebensstil mit viel Diversität. Auch gebe es bei „Unter Uns“ viele einzelne Geschichten. Bei „Rote Rosen“ gebe es meist nur eine Protagonistin pro Staffel, um die alle Personen platziert werden.

Schauspieler vermisst das Familiäre von „Rote Rosen“

Was er im Hinblick auf die „Rote Rosen“ aber dennoch vermisse, sei das Familiäre: „Die Darsteller werden auf Händen getragen.“ Und auch das Leben in Lüneburg genoss Lücke sehr:

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Das ist „Rote Rosen“:

  • „Rote Rosen“ ist eine deutsche TV-Serie, die in Lüneburg spielt
  • Als erste deutsche Telenovela stehen bei „Rote Rosen“ Frauen mittleren Alters im Mittelpunkt
  • Seit 2006 wird „Rote Rosen“ außer an Feiertagen montags bis freitags in der ARD ausgestrahlt
  • Aktuell wird die 18. Staffel von „Rote Rosen“ ausgestrahlt, dabei war die Produktion zunächst auf 100 Folgen begrenzt

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„Lüneburg ist eine bezaubernde Stadt und hat wahnsinnig an Tourismus zugelegt. Die Lüneburger sind sehr stolz auf ‚Rote Rosen‘“.

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Er sei auch eher ein Mensch, der nach vorne schaue statt in die Vergangenheit zurückzublicken, aber durch diese „herzliche und familiäre Zeit“ erinnere er sich oft an die „Rote Rosen“ zurück.

„Rote Rosen“-Rückkehr ist möglich

Unter anderem ist er noch heute mit Dorothea Schenck, Frederic Böhle und Henrike Fehrs gut befreundet. Und das sei keine Selbstverständlichkeit: „Am Set beziehungsweise in der Schauspielwelt generell freundet man sich nicht automatisch an.“

Nun natürlich die Frage auf die alle Zuschauer warteten: „Gibt es eine Chance, dass du zu ‚Rote Rosen‘ zurückkehrst?“ Lückes Antwort: „Natürlich könnte man mich zurückholen, wenn man es wollen würde.“

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So weit so gut, die Rolle ist nämlich nur umgezogen, aber es müsse für Lücke Sinn machen und außerdem habe er ja gerade die Verpflichtung bei „Unter Uns“. Trotzdem gibt er sich optimistisch: „Von meiner Seite würde ich das nicht ausschließen.“

Es besteht also Hoffnung für die „Rote Rosen“-Fans.

„Rote Rosen“: Wie der Schauspieler die Sendung verließ

Von der Sendung ausgeschieden sei er damals auch nicht aufgrund eigener Entscheidungen, sondern die Story-Line des Hotel Managers hat sich einfach in die Richtung entwickelt. Außerdem war er ursprünglich auch nur für eine Staffel eingeplant.

Sein Vater in der Serie, der auch als Antagonist galt, starb und da brachte Lücke den scherzhaften Vorschlag: „Das wäre doch lustig, wenn ich zum Bösewicht werde.“

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Das fanden die Verantwortlichen Produzenten so gut, dass sie die Geschichte um Patrick Mielitzer weiterlaufen ließen: „Ach geil, dann schmücken wir deine Geschichte noch weiter aus“, erinnert sich Lücke.

Am Ende war er anstelle von geplanten zehn Monaten noch zusätzliche sechs Monate dabei: „Ich habe viele Intrigen gesponnen. Da war ich so böse, dass mein Verfallsdatum erreicht wurde.“

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Ex-„Rote Rosen“-Star spricht über das „Actout“

Privat engagiert sich der 41-Jährige Neukölner bei „Queer Media Society“ und ganz aktuell bei dem Manifest „Actout“. Dabei sehe er primär noch Aufholbedarf in der Schauspielbranche zu Themen Sexualität und Diversität:

„Ich empfinde ‚Actout‘ nicht als Kritik an die Gesellschaft. Die ist schon viel weiter als die Branche und das Fernsehen es widerspiegelt.“

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Über seine sexuelle Identität überhaupt zu sprechen und sich beispielsweise auf dem roten Teppich als Mann nicht mit einer Freundin, sondern mit seinem Freund zu zeigen sei immer noch ein Problem.

„Rote Rosen“-Ex-Star lebt eigentlich in Berlin

„Vielfalt und Diversität wird im Fernsehen nicht abgebildet. Wenn sie abgebildet werden, dann immer mit einem Problem“, so Lücke. Sexuelle Identitäten sollten in den Geschichten beiläufiger erwähnt werden. Da sei Netflix ein Vorreiter.

Der Ex-„Rote Rosen“-Star lebt seit 13 Jahren in Berlin und liebt die abwechslungsreiche und kulturreiche Stadt: „Ich fühl mich da total wohl.“

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Nun lasse er sich erst einmal Zeit, auch mit Köln warm zu werden. Durch Corona lerne man die rheinische Metropole natürlich nun in einem ganz anderen Licht kennen.