„Rote Rosen“: Joachim Kretzer trauert wegen seines Rauswurfs – „Das war eine schöne Figur!“

Schauspieler Joachim Kretzer bei einem „Rote Rosen“-Fantag.
Schauspieler Joachim Kretzer bei einem „Rote Rosen“-Fantag.
Foto: imago/Nordphoto

Lüneburg. Sein Rauswurf bei „Rote Rosen“ schlägt hohe Wellen bei den Fans. Lange war Joachim Kretzer ein fester Bestandteil der Serie und sehr beliebt. Die Figur, die er zehn Jahre lang spielte: Torben Lichtenhagen.

Doch damit ist es vorbei – gegen den Willen von Joachim Kretzer. Aktuell laufen bei „Rote Rosen“ die letzten Folgen mit Torben Lichtenhagen, bis dieser dann den Serientod sterben wird. MOIN.DE hat mit Joachim Kretzer über sein trauriges Aus gesprochen.

„Rote Rosen“: Todesszene war ganz undramatsich

In Folge 3160, die voraussichtlich am Montag, dem 17. August, ausgestrahlt wird, ist Kretzer zum letzten Mal als Lichtenhagen in der Serie zu sehen.

Seinen letzte Drehtag hatte Joachim Kretzer schon am 12. Juni – er ist also quasi jetzt Ex-Darsteller der Serie. Man sollte meinen, der Moment, in dem die Figur stirbt, die ihn so lange begleitet hat, müsste auch beim Dreh besonders dramatisch gewesen sein.

„Nein, das war ganz sachlich", verrät der Schauspieler. „Ich mache das seit 30 Jahren und kann gar nicht sagen, wie oft ich schon angeschossen oder erschossen wurde oder Todeskämpfe spielen musste!"

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Das ist „Rote Rosen“:

  • „Rote Rosen“ ist eine deutsche TV-Serie, die in Lüneburg spielt
  • Als erste deutsche Telenovela steht bei „Rote Rosen“ eine Frau im Alter von Mitte vierzig im Mittelpunkt
  • Seit 2006 wird „Rote Rosen“ außer an Feiertagen montags bis freitags in der ARD ausgestrahlt
  • Insgesamt 17 Staffeln von „Rote Rosen“ gibt es mittlerweile, dabei war die Produktion zunächst auf 100 Folgen begrenzt

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Ein bisschen trauert er Torben Lichtenhagen aber hinterher: „Das war eine schöne Figur, die wir da erschaffen haben!"

„Rote Rosen“-Schauspieler vermisst seine Rolle

Und seine Rolle ist nicht das einzige, das er bereits vermisst. Auch die „Rote Rosen“-Crew fehlt ihm: „Das war eine sehr intensive Zeit. Das ganze Team ist immer sehr angenehm gewesen.

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Die Arbeiten waren ja ganz anders als bei einem normalen Dreh, wo man vier bis sechs Wochen zusammenarbeitet und dann wieder seiner Wege geht. Es ist es ja fast schon Ersatzfamilie, man verbringt mehr Zeit mit Leuten als mit der eigenen Familie!“

„Rote Rosen“-Star wollte nicht aussteigen

Kretzer selbst hatte trotz der vielen Arbeit und Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tagen nicht bei „Rote Rosen“ aussteigen wollen. Das war eine Entscheidung der Serienmacher. Mitsprache hatte er dabei nicht.

„Das hat man nie“, sagt der Schauspieler. „Es ist eine romantische Vorstellung, dass man da alles gemeinsam entscheidet. Es ist eher wie auf dem Schiff – wenn alle mitsteuern wollen, fährt man gegen einen Felsen.“

Bei „Rote Rosen“ entscheiden die Macher

Trotzdem gibt er zu: „Ich hätte gern weitergemacht!“ Besonders traurig: Nicht einmal eine Abschiedsparty mit seinen Kollegen durfte er feiern, da dies wegen Corona untersagt war.

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Wenn er jetzt mitbekommt, wie Fans ihr Bedauern über seinen Serientod äußern, bewegt ihn das. „Das rührt mich schon, klar! Wir haben sehr, sehr treue Fans, die jede Folge schauen. Wenn man so viele Leute verbindet, ist das schon was Besonderes. Deshalb mache ich diesen Beruf ja!“

Nach „Rote Rosen“ geht's weiter

Und was macht Kretzer jetzt, ohne täglichen Dreh in Lüneburg? Erst einmal Urlaub mit seiner Familie.

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Danach wird aber keine Langeweile aufkommen: Schon während seiner Zeit bei „Rote Rosen“ hat er nebenher als Synchronsprecher gearbeitet und Dialog-Drehbücher geschrieben. Das wird er nun noch intensiver tun als zuvor.