Rügen: Dieser spektakuläre Plan der Insel kommt gar nicht gut an – „Braucht kein Mensch“

Am Königsstuhl auf Rügen soll eine spektakuläre Touristenattraktion entstehen.
Am Königsstuhl auf Rügen soll eine spektakuläre Touristenattraktion entstehen.
Foto: imago

Der Königsstuhl ist die berühmteste Kreidefelsformation der Stubbenkammer im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen und zieht schon heute viele Touristen an. Jetzt ist hier eine spektakuläre Touristenattraktion geplant.

Denn an dem Kreidefelsen auf Rügen soll ein spektakuläres Aussichtsplateau entstehen – ein wirklicher Königsweg sozusagen. Doch nicht alle Menschen teilen die Euphorie der Planer.

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Rügen: Aussichtsplattform sorgt für Diskussionen

In einer Rügener Facebook-Gruppe wird heftig über das Projekt diskutiert. „Das braucht kein Mensch und zerstört die natürliche Landschaft“, schreibt zum Beispiel eine Frau. „Man muss nicht auf Biegen und Brechen alles touristisch vermarkten. Naturliebhabern genügt es so wie es ist.“

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Auch ein Mann fragt sich: „Warum? Wozu? Wird wieder Natur vernichtet. Es wird immer mehr Lebensraum für die Tiere vernichtet, damit die ach so tollen Urlauber besser sehen können.“

Rügen-Urlauber die Wurzel allen Übels?

Doch sind die Touristen und Urlauber wirklich Schuld daran? „Also mir als Urlauber reicht es so wie es ist. Brauche das nicht wirklich“, schreibt eine von ihnen. Und eine andere fügt hinzu: „Ich bin einer der Touris. Und nein, ich brauche das auch nicht. Bitte tut was dagegen.“

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Ein Mann findet sogar sehr drastische Worte. „Bleibt uns mit der Klobrille vom Acker. Der Landrat hat keine Ahnung und sollte einen Hexenbesen nehmen“, schreibt er.

Plattform als Entlastung für den Königsstuhl auf Rügen?

Und dann ist da noch diese Frau: „Das Plateau dient der Entlastung der ursprünglichen jetzigen Königsstuhl-Aussicht.“ Die vielen Besucher seien aus geologischer Sicht eine zu starke Beanspruchung der jetzigen Aussicht.

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Also alles nur zum Schutz der Insel Rügen? „Es ist in diesem Fall NICHT der Kommerz, der bedient wird“, schreibt die Frau. Sie findet es „eine gelungene Alternative, dieses Plateau einzubringen, statt in einigen Jahren den Königsstuhl wegen Abbruchgefahr komplett zu sperren.“

Hoffentlich sehen das die Planer auch wirklich so. (mk)