Rügen: Elfjährige auf TikTok unterwegs – dann passiert etwas Schreckliches

Eine Elfjährige auf Rügen wurde von einem Unbekannten auf Tiktok kontaktiert.
Eine Elfjährige auf Rügen wurde von einem Unbekannten auf Tiktok kontaktiert.
Foto: imago/Rex Schober/IMAGO / Hans Lucas

Eine Elfjährige aus Rügen hat eine schreckliche Erfahrung gemacht, nachdem sie auf der Video-App TikTok mit einem unbekannten Nutzer in Kontakt getreten war.

Nach dem Vorfall auf der Insel Rügen wurden auch andere Fälle im Zuständigkeitsbereich der Polizei Neubrandenburg bekannt. Diese spricht nun eine dringende Warnung aus.

Rügen: Elfjährige auf TikTok kontaktiert

Wie die Polizei am Freitag bekannt gab, wurden im Laufe der Woche gleich mehrere Kinder auf Apps wie Instagram oder TikTok in Sex-Chats verwickelt. Es kam gleich mehrfach zur Anzeige.

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Eine Elfjährige auf Rügen hat demnach auf TikTok einen Nutzer kennengelernt und mit ihm per Instagram und via WhatsApp gechattet. Sie sei davon ausgegangen, es handele sich auch um einen Schüler.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Im Verlauf des Austauschs habe der Unbekannte ihr plötzlich kinder- und jugendpornografische Fotos geschickt und das Mädchen aufgefordert, selbst Nacktaufnahmen von sich zu senden. Die Eltern hätten aber das Handy kontrolliert und Fotos und Chats sichergestellt.

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Polizei mit dringendem Appell

In einem anderen Fall habe ein 14-Jähriger aus Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) kinder- und jugendpornografisches Material zugeschickt bekommen und selbst Bilder von sich verschickt. Nach vorläufigen Erkenntnissen sei der Kontakt zu dem vermeintlichen Mädchen über Online-Spiele entstanden. Auch hier konnte der Austausch gestoppt werden.

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Die Polizei appellierte an Eltern, regelmäßig die Handys oder Laptops der Kinder zu kontrollieren. Ebenfalls sei Aufklärung der Kinder wichtig. Sie sollten ermutigt werden, sich rechtzeitig an ihre Eltern zu wenden und ihnen solle klar gemacht werden, dass die Aufforderung zu Sex-Chats oder zum Verschicken von Nacktbildern keineswegs in Ordnung sei.

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Ebenso sei es kein Kavaliersdelikt, etwa in Gruppenchats mit Mitschülern Nacktbilder von Mädchen oder Jungen weiterzuverbreiten. (dpa/mik)