Rügen: Grausamer Fund auf einem Güterzug! „Vielleicht irgendwo vermisst“

Auf einem Güterzug, der von Rügen nach Duisburg fuhr, machte man Mitte Januar eine grauenhafte Entdeckung (Symbolbild).
Auf einem Güterzug, der von Rügen nach Duisburg fuhr, machte man Mitte Januar eine grauenhafte Entdeckung (Symbolbild).
Foto: imago images/Jan Huebner

Als ein Güterzug Mitte Januar von Rügen nach Nordrhein-Westfalen fuhr, machte man bei Ankunft des Zuges eine traurige Entdeckung.

Sowohl auf Rügen als auch am Zielort steht man vor einem Rätsel.

Rügen: Hund soll von der Insel stammen

Am 15. Januar fanden Mitarbeiter des Container-Terminals in Duisburg einen Hundekadaver.

+++ Ostsee: Dieses Mega-Projekt vor Usedom sorgt für Ärger – „Gefährdung des Tourismus“ +++

Da der Zug aus dem Hafen Mukran kam, nahmen Tierschützer an, dass der Hund auch seit Beginn der Fahrt mit an Bord gewesen sein musste, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet.

Trotzdem ergaben sich viele Fragen um die Hintergründe des Fundes. Ob sich der Hund wirklich die ganzen 700 Kilometer auf dem Güterzug befand, kann man nicht genau sagen, zumindest deuten die Umstände darauf hin. Die Hundeleiche war nämlich am Waggon festgefroren.

Rügen: „Wir wüssten nur gern, ob er vielleicht irgendwo vermisst wird“

Laut Angaben des eingeschalteten Veterinäramtes gäbe es keine Anzeichen auf Fremdeinwirkungen oder sonstige äußerliche Verletzungen. Trotzdem zweifelt das Tierschutzzentrum Duisburg e.V. an, dass es ein Unfall war. Wie der Hund dort lag, erinnere an ein Tier, dass narkotisiert oder eingeschläfert wurde. Das könne man aber nicht nachvollziehen.

+++ Ostsee: Ekel-Phänomen im Wasser – es breitet sich stark aus! +++

Was der Vorsitzenden des Tierschutzzentrums Duisburg Norma Puchstein aber trotzdem interessieren würde, ist die Frage nach der Herkunft des Hundes: „Wir wüssten nur gern, ob er vielleicht irgendwo vermisst wird“, teilt die Vorsitzende des Tierschutzzentrums der „OZ“ mit.

Eine anschließende Debatte im Internet sorgte für weitere Rätsel. Plötzlich war von einem Schüttgut-Waggon die Rede, welcher aber schon aufgrund der Unerreichbarkeit des Trichters und der Nähe zur Oberleitung unrealistisch ist.

Rügen: Das Rätsel um die Hundeleiche geht weiter

Auch die Entsorgung des Tiers von einer Brücke aus wurde diskutiert, aber dem stünde die verschlossene Öffnung eines derartigen Waggons entgegen. Auf Nachfragen der „OZ“ wurde diese Vermutung zunichtegemacht. Auf der Strecke würden ausschließlich Container-Waggons transportiert.

-------------

Mehr News von der Ostsee:

Ostsee: Baubeginn für dieses Mega-Projekt steht bevor! Es erschüttert eine ganze Region

Rügen: Dieser Ort auf der Insel hat einen bizarren Namen – heute versteht ihn keiner mehr

Ostsee: Dieses Wahrzeichen ist 600 Jahre alt – und einzigartig in Europa

-------------

Auch aufgrund der bahntechnischen Untersuchung halte man es für unwahrscheinlich, dass der Schäferhund-Mischling sich bei Abfahrt in dem Zug befunden hat: „Wenn dort ein Tier gelegen hätte, wäre das aufgefallen“, sagt Christian Becken, Prokurist bei der Eisenbahngesellschaft Potsdam, der „OZ“.

Außerdem fahren die Züge von Mukran nach Duisburg ohne Zwischenstopp – ein weiterer Grund, der gegen eine „Entsorgung“ unterwegs spricht. Die Vermutung des Prokuristen geht eher in die Richtung, dass der Hund erst in Duisburg auf den Container-Tragwagen gelang.

+++ Usedom: Kai Diekmann stellt Nachforschungen über sein Haus an – und macht einen sensationellen Fund +++

Rund um den traurigen Fund bleiben weiterhin offene Fragen. (pag)