Rügen: Hausbesitzer sollen krasses Bußgeld bezahlen – DAS ist der Grund

Ein zweiter Wohnsitz auf Rügen –  ein absoluter Traum für viele Menschen.
Ein zweiter Wohnsitz auf Rügen – ein absoluter Traum für viele Menschen.
Foto: imago images/BildFunkMV

Ein Häuschen auf der Insel Rügen – für viele Menschen ein Traum!

Den haben sich auch die Eheleute Peter und Lydia Schultz aus Kerken am Niederrhein erfüllt. Jedes Jahr verbringen sie mehrere Monate in ihrem Zweitwohnsitz auf Rügen. So auch in diesem Jahr. Doch nun sollen sie plötzlich 25.000 Euro Strafe dafür zahlen!

Rügen: Ehepaar soll 25.000 Euro Strafe zahlen

Grund: Die Beiden sind während des Corona-Lockdowns im März und April in ihrem Haus auf der Insel geblieben.

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Verbotenerweise, denn das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat die Inseln während des Lockdowns komplett abgeriegelt. Ausschließlich Bewohner mit Erstwohnsitz durften sich auf den Inseln aufhalten.

Rügen erst seit Mai wieder offen

Das galt auch für Rügen. Erst seit dem 1. Mai dürfen Besitzer von Zweitwohnungen wieder auf die Insel kommen.

Deshalb soll das Paar nun zahlen. „Wir seien aus touristischen Gründen im Land gewesen. Aber das stimmt nicht”, verteidigt sich Lydia Schultz in der „Ostsee Zeitung“.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Sie und ihr Mann seien lange vor der Pandemie angereist.

Ehepaar saß auf Rügen fest

Als das Land die Zweitwohnbesitzer zum Verlassen der Insel aufforderte, konnten die Beiden nicht einfach zurückfahren, da das Haus des Ehepaares im Umbau gewesen sei. Hotels in der Umgebung ihres Wohnortes seien ausgebucht gewesen.

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Das Bußgeld von 25.000 Euro wäre die bisher höchste Strafe in Mecklenburg-Vorpommern. Der Landkreis Vorpommern-Rügen habe sich auf Nachfrage der „Ostsee Zeitung“ bisher nicht zu dem Fall geäußert. (lh)