Rügen soll Teil von Corona-Testgebiet werden – was dabei herauskommt, könnte Bedeutung für uns alle haben

Maskenpflicht auf Rügen im Sommer.
Maskenpflicht auf Rügen im Sommer.
Foto: imago images/BildFunkMV

Der Landkreis Vorpommern-Rügen, in dem auch die Ostsee-Insel liegt, weist aktuell laut Robert-Koch-Institut eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 30 auf. Unter anderem dort hat Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (MV), nun einen Plan angekündigt.

So hat die SPD-Politikerin Lockerungen für kleine Teile der Wirtschaft in Rostock und im Landkreis Vorpommern-Rügen in Aussicht gestellt. Bereits am Dienstag hatte sich Schwesig in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen für einen regulären Betrieb von Kitas und Grundschulen nach den Winterferien ausgesprochen.

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Rügen: Inzidenz im Landkreis unter 50

„Wir wollen dort, wo wir keine Risikogebiete mehr haben, wo wir unter 50 sind, wieder einen regulären Kita- und Grundschulalltag anbieten“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Greifswald. „Bei den anderen Regionen werden wir noch mal schauen, wie wir mit den Inzidenzen umgehen.“

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt

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Das würde auf die Landkreise Nordwest-Mecklenburg, den Landkreis Rostock, Vorpommern-Rügen sowie auf die Hansestadt Rostock zutreffen.

Allerdings wurde am Mittwoch auf der Konferenz von Bund und Ländern eine neue Inzidenz von 35 für Lockerungen festgelegt. Diese unterschreiten derzeit nur der Landkreis Vorpommern-Rügen sowie die Hansestadt Rostock.

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Manuela Schwesig plant Lockerungen für Vorpommern-Rügen

„Wir wollen schauen, ob wir in Rostock und Vorpommern-Rügen testhaft das eine oder andere öffnen, um zu sehen, wie das läuft“, sagte Schwesig am Mittwochabend. Genaueres soll am Donnerstag in der Task Force Wirtschaft besprochen werden, so die Regierungschefin.

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Sie stellte jedoch bereits klar: Um zu verhindern, dass in großer Zahl Menschen aus Regionen mit höheren Infektionszahlen nach Rostock und Vorpommern-Rügen fahren, könnten der Einzelhandel und die Gastronomie nicht geöffnet werden.

Zu denken sei vielmehr an kleine, abgrenzbare Bereiche der Wirtschaft. Die Branche solle dies mit den Kommunen prüfen. "Und sobald es dort einen Vorschlag gibt, überlegen wir uns, ob und wie wir ihn umsetzen können."

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Bezüglich der geplanten Öffnungen von Schulen und Kitas sagte Regierungssprecher Andreas Timm auf Anfrage von MOIN.DE, dass auch weiterhin an dem Vorhaben festgehalten werde, diese in Regionen mit Inzidenzen unter 50 ab dem 22. Februar regulär zu öffnen.

„Das sind zum aktuellen Zeitpunkt vier von acht Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten“, so Timm. Das habe Manuela Schwesig auch am Mittwochabend noch einmal betont. (mk mit dpa)