Rügen: Sturm fegt über die Insel, das führt zu krassen Bildern – „Am stärksten vom Winter betroffen“

Der Wintereinbruch hat Rügen fest im Griff.
Der Wintereinbruch hat Rügen fest im Griff.
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Der Wintereinbruch hat viele Teile Deutschlands immer noch fest im Griff. An der Ostsee hat in den vergangenen Tagen Wind und Schnee geherrscht, auch auf der Insel Rügen.

Die Tiefstwerte in Mecklenburg-Vorpommern liegen zwischen -8 und -13 Grad, eine Entspannung der Lage ist noch nicht in Sicht. „Dienstag und Mittwoch werden wir an der Ostsee und bei Rügen viel Schnee bekommen und vor allem stürmische Verhältnisse“, kündigte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Dienstag an.

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Rügen: Ein Fahrer war mit Sommerreifen unterwegs

Bei der Polizeiinspektion Stralsund heißt es auf Anfrage: „Seit dem 6. Februar ereigneten sich auf der Insel Rügen insgesamt sieben witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Bei einem Verkehrsunfall erlitt der Fahrer leichte Verletzungen, in den anderen sechs Fällen blieb es bei Blechschäden.“

In fünf Fällen sei der Fahrer aufgrund unangepasster Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen. In zwei Fällen sei er ins Rutschen geraten und gegen andere Fahrzeuge gestoßen. Bei einem Unfall hätten die Beamten festgestellt, dass an dem Auto Sommerreifen aufgezogen waren. Das hat Konsequenzen: ein Bußgeld in Höhe von mindestens 120 Euro und ein Punkt im Verkehrssünderregister.

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Am Mittwochmittag lautet die gute Nachricht aus der Polizeiinspektion, dass es heute noch keinen witterungsbedingten Unfall gegeben habe. „Die Verkehrsteilnehmer haben sich mittlerweile gut auf die aktuelle Situation eingestellt“, sagt Pressesprecher Mathias Müller.

Die Hauptverkehrsstraßen auf Rügen seien beräumt und gut befahrbar. Allerdings müsse auf den Nebenstraßen damit gerechnet werden, dass sie noch nicht beräumt sind. Der Bereich Wittow (Altenkirchen, Dranske, Puttgarten) sei am stärksten vom Winter betroffen. Hier gebe es teilweise Verwehungen.

Rügen: DAS rät die Polizei

Pressesprecher Müller hat einen Hinweis an alle: „Grundsätzlich rät die Polizei allen Bürgern in diesen Tagen nur notwendige Fahrten mit dem Kraftfahrzeug durchzuführen und das Auto stehen zu lassen, wenn es möglich ist.“ Wer mit einem Auto fahren müsse, sollte auf jeden Fall auf die richtige Bereifung achten, „idealerweise Winterreifen, alternativ sind auch Ganzjahresreifen zulässig“.

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Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer appellierte an die Bürger im Norden und in der Mitte Deutschlands, mindestens bis Mittwoch auf Reisen zu verzichten. Auch Frost werde zur Herausforderung, etwa im Osten Deutschlands.

Irre Bilder von der Insel Rügen

Auf Rügen hat das extreme Wetter zu irren Bildern geführt. Dieses hier, aufgenommen in Göhren, wurde in einer Facebook-Gruppe für Ostsee-Fans geteilt:

„Eisig, aber es war wunderschön“, hat die Verfasserin dazu geschrieben und über 2.500 Likes für ihren Beitrag erhalten. „Voll der Hammer“, „toll“ und „sagenhaft schön“, heißt es in den Kommentaren.

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In Sassnitz hat ein orkanartiger Sturm zu spektakulären Bildern am Leuchtturm geführt:

So wird das Wetter auf Rügen in den nächsten Tagen

Fürs Erste bleibt es kalt auf der Insel und weiterer Schnee ist angekündigt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Donnerstag ab den Frühstunden entlang der Vorpommerschen Küste bis in die Uckermark wiederholte Schneefälle voraus, um Rügen teils auch kräftig. Die Höchsttemperatur soll zwischen -5 und -2 Grad liegen.

Der Wind wird demnach schwach bis mäßig wehen, an der See mitunter frischer Nordost- bis Nordwind mit Windböen und Schneeverwehungen. In der Nacht zum Freitag wird es gemäß DWD in Mecklenburg-Vorpommern wolkig oder gering bewölkt.

Besonders an der Vorpommerschen Küste Schneeschauer, sonst vielerorts niederschlagsfrei. Tiefstwerte zwischen -5 und -10 Grad. Schwacher, an der Küste mäßiger bis frischer Wind aus nördlichen Richtungen und weiterhin Gefahr vor Schneeverwehungen.

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Zum Wochenende hin soll es in Mecklenburg-Vorpommern dann Höchstwerte um -1 Grad, an der See örtlich +1 Grad geben bei schwachem bis mäßigem Wind. (kbm)