Rügen: Zwei Urlauberinnen wollen an einer Steilküste eine Abkürzung nehmen – der Beginn eines Horrors

Steilküste auf der Insel Rügen.
Steilküste auf der Insel Rügen.
Foto: imago images / CHROMORANGE

Eigentlich hatten sich die beiden Frauen auf Rügen nur einen entspannten Spaziergang vorgenommen. Doch was im Endeffekt daraus wurde, versetzte den beiden einen ordentlichen Schrecken.

Auf der Insel in der Ostsee gibt es wunderschöne Landschaften, zu denen auch die Steilküsten gehören. Doch für die 32-Jährige und 30-Jährige aus Nordrhein-Westfalen wurden eben diese auf Rügen fast zum Verhängnis.

Rügen: Urlauberinnen aus NRW wollten Weg abkürzen – dann beginnt der Albtraum

Am Sonntagnachmittag sind die beiden Urlauberinnen bei Lohme gegen 14.50 Uhr unterhalb der Steilküste spazieren gegangen. Rund 700 Meter westlich von Bistamitz hatte die beiden Frauen laut Polizei vor, den Weg abzukürzen, weil sie zu lange gelaufen seien. Sie hatten deshalb die tollkühne Idee, nach oben zu klettern.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Dann der Horror: Als die beiden Frauen fast schon oben an einem rund 50 Meter hohen Abschnitt angekommen waren, bemerkten sie, dass es es weder weiter nach oben noch nach unten ging! Sie waren völlig hilflos.

+++ Rügen: Vor der Insel schwimmt Popcorn in der Ostsee – das hat einen ziemlich wichtigen Grund +++

Die Polizei, Feuerwehr und Höhenretter wurden alarmiert. Den Einsatzkräften aus Sassnitz und Nipmerow gelang es, die beiden Frauen mit einem Seil zu retten. Sie blieben unverletzt.

Immer wieder Rettungseinsätze an Steilküsten auf Rügen

An den Steilküsten von Rügen müssen immer wieder leichtsinnige Wanderer und Spaziergänger gerettet werden. Manchmal kommt aber jede Hilfe zu spät, wenn es zu tödlichen Abstürzen kommt.

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Zuletzt ist am 11. Februar ein Mann tot am Fuß der Wissower Klinken gefunden worden, der nach einem Sturz seinen schweren Verletzungen erlegen war.

Die Polizei warnt deshalb einmal mehr: Die Steilküsten sind nur an freigegebenen Abstiegen zu nutzen – damit aus dem Urlaub kein Höhen-Horror wird. (mg)