Sankt Peter-Ording (SPO) schließt beliebte Attraktion – Fans sind enttäuscht

Schnee im Norden: Verkehrschaos und Sturmflutgefahr

Schnee im Norden: Verkehrschaos und Sturmflutgefahr

Tief "Tristan" hält den Norden in Atem. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen sorgt der Wintereinbruch für Verkehrschaos. An der See herrscht Sturmflutgefahr.

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Traurige Nachrichten aus Sankt Peter-Ording (SPO)! Der Küstenort hat sich dazu entschlossen, eine beliebte Attraktion zu schließen.

Es geht um den Wintermarkt an der Erlebnispromenade, auf dem Besucher Schlittschuh laufen oder einfach nur durch die Stände stöbern können. Ein Event, das Besucher von Sankt Peter-Ording (SPO) in den kalten Monaten nur zu gerne besuchen.

Sankt Peter-Ording (SPO): Vor allem bei Familien mit Kindern beliebt

Bis jetzt konnten Besucher die bunte Meile im Ortsteil Bad unter Einhaltung der 2G-Regeln genießen, trotz vieler Schließungen von Weihnachtsmärkten in Norddeutschland (MOIN.DE berichtete).

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Auch über die Weihnachtsfeiertage blieb der Erlebnisort geöffnet und verzauberte insbesondere Familien, die mit ihren Kindern anreisten.

Bei heißen Getränken und regionalen Köstlichkeiten wärmten sich die Gäste auf, für leuchtende Augen sorgten Attraktionen wie die Eisbahn oder die Möglichkeit, Kindergeburtstage zu feiern.

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Das ist Sankt Peter-Ording:

  • Der Küstenort Sankt Peter-Ording liegt im Südwesten der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein.
  • Sankt Peter-Ording ist in vier Ortsteile gegliedert: Böhl, Bad, Dorf (Süd) und Ording. Dort leben insgesamt 3.997 Menschen.
  • Nach den Übernachtungszahlen ist Sankt Peter-Ording in Schleswig-Holstein das führende Seebad auf dem Festland. 2019 zählte der Küstenort 1.617.211 touristische Übernachtungen.
  • Sankt Peter-Ording hat als einziges deutsches Seebad eine eigene Schwefelquelle und trägt daher die Bezeichnung „Nordseeheil- und Schwefelbad“.
  • Bekannt ist der Küstenort auch für seine Pfahlbauten am Strand.
  • Von 1994 bis 1997 wurde in Sankt Peter-Ording die ARD-Serie „Gegen den Wind“ produziert.

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Sankt Peter-Ording (SPO): Das war's!

Doch jetzt ist Schluss! Die Veranstalter verkündeten via Facebook, dass sie vor der aktuellen Pandemie-Lage kapitulieren müssten.

Das knappe Statement: „Wir verabschieden uns von unserem Wintervergnügen & sagen Danke! Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie haben wir entschieden, [...] vorzeitig (ab morgen d. 04.01.2022) zu schließen“.

Wie weiterhin zu lesen ist, haben die Initiatoren viel positives Feedback bekommen, man bedanke sich bei „allen Beteiligten“.

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Ein Schlag für alle Fans des beliebten Events, die sich nur allzu gerne auf dem Platz tummelten. Die Enttäuschung zeigt sich auch in den Kommentaren unter der Ankündigung.

Neben einigen Danksagungen finden sich Beiträge wie „So ein Mist“ oder „Wie blöd ist das denn“.

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Sankt Peter-Ording (SPO): Hessin froh

Eine Frau, die extra aus Hessen angereist ist, kann kaum fassen, das sie nur zwei Tage eher noch vor Ort sein konnte: „Was hatten wir gestern noch für ein Glück. Die Kids waren so Happy“, schreibt sie erleichtert.

Für viele Menschen, die noch gerne das Wintervergnügen in Sankt-Peter-Ording (SPO) erlebt hätten, ein schwacher Trost.

Bleibt zu hoffen, das wenigstens die Schausteller mit einem guten Schnitt nach Hause gingen – denn auch das war während der Corona-Pandemie im Norden Deutschlands häufig nicht der Fall.

Sankt Peter-Ording (SPO) und SH: So ist die Corona-Lage

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Sieben-Tage-Inzidenz haben am Montag in Schleswig-Holstein Höchstwerte erreicht: Es wurden seit Sonntag 2.209 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht.

Damit wurde der bisherige Höchstwert vom 30. Dezember, 1.675, deutlich überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 295,5 (Vortag: 244,3). Der Wert steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

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Der starke Anstieg könnte durch Nachmeldungen zustande gekommen sein: Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen rund um die Feiertage am Jahresende nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind – etwa weil wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern in jenem Zeitraum weniger Testergebnisse weitergemeldet werden.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, sank hingegen – von 2,4 auf 2,27. (wip/dpa)