Schleswig-Holstein: Aufregung in Kiel, weil den Menschen DAS stinkt – „Verstehe ich nicht“

In Kiel (Schleswig-Holstein) sorgen Gartenbesitzer für Ärger.
In Kiel (Schleswig-Holstein) sorgen Gartenbesitzer für Ärger.
Foto: imago images/penofoto

Kiel. Aufregung in Kiel (Schleswig-Holstein)!

„Dass Kiel das als Klimanotstandstadt überhaupt zulässt, verstehe ich nicht“, empört sich Wolfgang Kottek aus Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holstein: Ärger über Feuer im Garten

Die Ursache des Übels sind Kleingärtner, die ihre Grünabfälle verbrennen. Für die Gartenbesitzer eine bequeme Lösung: Kein Transport, keine Kosten und eine schnelle Entsorgung.

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Wegen Feinstaub und Rußpartikel sei ein Brand jedoch die schlechteste Lösung. Zudem setzen die Flammen umwelt- und gesundheitsschädliche Gase frei.

Belästigung für Anwohner in Schleswig-Holstein

„Auch die Asche, die über die graue Tonne entsorgt werden muss, ist nicht unproblematisch“, sagt Andreas von der Heydt vom städtischen Umweltamt.

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Darüber hinaus ist der Rauch eine Belästigung für die Anwohner. Wolfgang Kottek wohnt in Projensdorf und ist Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Tannenberg.

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Sein Haus ist von drei Kleingartenvereinen umgeben, wo auf laufenden Band Grünabfälle verbrannt werden. „Für uns bedeutet das dann, Wäsche rein, Fenster zu, nicht mehr lüften“, sagt er den „Kieler Nachrichten“.

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Feuer in Schleswig-Holstein nicht verboten

Die Stadt appelliert an die Bürger, naturnahe Gärten als Gegensatz zu betonierten Straße und Flächen zu sehen. Die Feuer sind zwar nicht erwünscht, jedoch auch nicht verboten.

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Das ist Schleswig-Holstein:

  • Schleswig-Holstein ist Deutschlands nördlichstes Bundesland
  • Die Landeshauptstadt Kiel ist mit rund 247.000 Einwohnern auch die größte Stadt in Schleswig-Holstein
  • Schleswig-Holstein zählt rund drei Millionen Einwohner
  • Fehmarn ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins und die größte des Bundeslandes
  • Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland gehört zu Schleswig-Holstein
  • Zu Schleswig-Holstein gehören die bei Touristen beliebten nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr
  • Mit knapp 100 Kilometern Länge durchquert der Nord-Ostsee-Kanal ganz Schleswig-Holstein

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Der Nabu Kiel sieht ein weiteres Problem: Die Haufen an Grünabfällen seien ein beliebtes Versteck für Kleintiere.

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Schleswig-Holstein: Grünabfälle als Unterschlupf für Tiere

„In aufgeräumten Gärten fehlen oft solche Verstecke, weswegen Reisig- und Laubhaufen besonders attraktiv für Igel, Amphibien, Ringelnatter und Mäuse sind“, erklärt Vorsitz Hartmut Rudolphi.

Im Frühjahr sind solche Grünhaufen außerdem eine beliebte Brutstätte für Zaunkönig und Rotkehlchen. Wer seine Gartenabfälle verbrennt, riskiert also auch den qualvollen Tod der Tiere.

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Der Nabu spricht sich deshalb für ein Verbot der Verbrennung von Gartenabfällen in Privat- und Kleingärten sowie öffentlichen Einrichtung aus.

Bessere Lösung im Klengärtnerverein Kiel in Schleswig-Holstein

Besser läuft im Kleingärtnerverein Kiel, mit 2.500 Grundstücken der größte Kleingärtnerverein Deutschlands.

„Bei uns wird in der Brenntonne verbrannt. Der größte Teil der Grünabfälle wird jedoch kompostiert“, erklärt Vorsitz Alex Zabe den „Kieler Nachrichten“.

Schleswig-Holstein: Umweltfreundlichere Lösungen

Das Astzeug werde gesammelt und dann in einer Großaktion verbrannt nach dem Motto „lieber einmal gemeinsam“. Für die Mitglieder steht außerdem ein Schredder bereit.

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Auch anderen Kleingärtner könnten sich umweltfreundlichere Alternativen zuwenden: Kompost, Häcksler oder die Entsorgung über Sammeltermine der ABK-Wertstoffhöfe.

So könnten Grünabfälle nicht nur nachhaltiger entsorgt werden: Die darin enthaltenen Nährstoffe könnten als Mulch oder Humus direkt wieder im Garten Verwendung finden. (lh)