Schleswig-Holstein: Daniel Günther macht deutliche Ansage zu Corona-Maßnahmen – „Angemessen und sachgerecht reagieren“

Als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein wird Daniel Günther am Mittwoch an der Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel teilnehmen:
Als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein wird Daniel Günther am Mittwoch an der Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel teilnehmen:
Foto: imago images / Emmanuele Contini

Am Mittwoch steht die nächste Runde der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel an. Als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein wird auch Daniel Günther daran teilnehmen.

Und der setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf bundesweit einheitliche Regeln. „Das bedeutet aber nicht, dass jedes Land die gleichen Maßnahmen ergreifen muss“, sagte der CDU-Politiker aus Schleswig-Holstein am Sonntag. Entscheidend seien die Infektionszahlen.

Schleswig-Holstein: Corona-Zahlen sind hier deutlich niedriger

Und die bewegen sich in Schleswig-Holstein auf einem deutlich niedrigeren Niveau als Deutschland insgesamt. „Da wollen wir schon in unserem Land Möglichkeiten haben, angemessen und sachgerecht darauf zu reagieren“, sagte Günther.

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Das ist Daniel Günther:

  • Er wurde 1973 in Kiel geboren
  • Der CDU-Politiker ist seit 2017 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
  • Er studierte in Kiel Politikwissenschaft, VWL und Psychologie
  • Daniel Günther ist katholisch, verheiratet und Vater zweier Töchter

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Dies werde in die Beschlussvorlage der Länder mit eingebracht. „Ich bin durchaus sehr hoffnungsfroh, dass dies auch am Ende durchgesetzt wird.“ Schleswig-Holstein hat mit Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt die niedrigsten Infektionszahlen in Deutschland.

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Nach Angaben der Landesregierung von Samstagabend stieg die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages um 153. Am Vortag waren es 250, davor 264.

Daniel Günther will in Schleswig-Holstein differenzieren

Auf die Frage, wie weit regionale Differenzierungen gehen können, sagte Günther: „Wichtig ist, dass wir entsprechende Möglichkeiten für die Länder haben.“ Er würde nicht ausschließen, auch innerhalb des Landes zu differenzieren – das sei bislang auch gemacht worden.

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So seien beim Überschreiten bestimmter Schwellenwerte wie 35er- oder 50er-Inzidenz härtere Maßnahmen ergriffen worden.

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Als Beispiele nannte der Regierungschef Sperrstunden für Gaststätten und die Pflicht zum Tragen von Masken auch in der Grundschule. „Ich halte es zumindest für denkbar, in einer solchen Art und Weise weiterhin zu differenzieren.“

Unterstützung von der Opposition in Schleswig-Holstein

Dies sieht auch Ralf Stegner, Oppositionsführer im Landtag, so. Der SPD-Fraktionschef sagte, nötig sei ein transparenter und nachvollziehbarer Maßnahmenkatalog. „Bei einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gilt dies, bei 70 das und bei 100 jenes.“

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Es wäre falsch, eine Region mit 30er-Inzidenz genau so zu behandeln wie eine mit 200. Dies sei auch eine Frage der Akzeptanz einschränkender Maßnahmen. (dpa/mk)