Schleswig-Holstein: Daniel Günther haut Ansage zu Weihnachten raus – „Wie sie es gewohnt sind“

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, machte eine Ansage
Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, machte eine Ansage
Foto: Penofoto/Imago

Im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern steht Schleswig-Holstein gerade verhältnismäßig gut da, was die Corona-Zahlen angeht. Für Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) aber nur bedingt ein Grund zur Erleichterung.

Daniel Günther sagte nun, dass die besonders strengen Regeln, die man schon sehr früh eingeführt habe, die zu der relativ entspannten Lage in Schleswig-Holstein beigetragen hätten. Aber was bedeuten die Erfolge im Norden für die Zukunft?

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Schleswig-Holstein: Keine Polizei an Weihnachten

In einem Interview mit der „Bild“ äußerte sich Günther nun dazu, wie Weihnachten im nördlichsten Bundesland aussehen wird. Die Boulevardzeitung behauptet, dass die Menschen Angst vor strengen Kontrollen an den Feiertagen hätten.

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Das ist Daniel Günther:

  • Er wurde 1973 in Kiel geboren
  • Der CDU-Politiker ist seit 2017 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
  • Er studierte in Kiel Politikwissenschaft, VWL und Psychologie
  • Daniel Günther ist katholisch, verheiratet und Vater zweier Töchter

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Der Ministerpräsident kann direkt beruhigen: „Wir schicken Heiligabend keine Polizei zu den Menschen.“

Vernunft müsse man natürlich dennoch aufbringen. Große Partys sind definitiv nicht angesagt. „Die Leute werden es so machen können, wie sie es aus den vergangenen Jahren gewohnt sind – solange sie nicht rauschende Feste und riesengroße Familienfeiern daraus gemacht haben“, erklärt Daniel Günther der „Bild“.

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Schleswig-Holstein mit anderem Vorgehen als andere Länder?

Günther will beim Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche für bundesweit einheitliche Regeln werben, die sich an den Inzidenzwerten ausrichten.

Im Norden ist die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen deutlich niedriger als im Süden. Schleswig-Holstein hat dem Robert Koch-Institut zufolge derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 48,01. Bayern liegt demnach bei 168,39.

Günther kann sich deshalb auch durchaus vorstellen, regionale Lockerungen möglich zu machen. „Das ist auf jeden Fall denkbar, weil wir uns für regionale Lösungen einsetzen werden, die das regionale Infektionsgeschehen auch berücksichtigen.“ (wt)