Schleswig-Holstein: Drama in Tierpark, am Ende ist ein Wolf tot

Drama in einem Tierpark in Schleswig-Holstein!
Drama in einem Tierpark in Schleswig-Holstein!
Foto: picture alliance/dpa | Carsten Rehder

Drama im Wildpark Eekholt in Schleswig-Holstein!

Ein schlimmer Wolfskampf zwischen zwei Brüdern endete für eines der Tiere mit dem Tod. Tierpfleger des Wildparks in Schleswig-Holstein sind schockiert.

Schleswig-Holstein: Aus Brüdern wurden Feinde

Die beiden Wölfe Janosch und Alexander wurden am 15. Mai 2012 im Tierpark Gotha in Thüringen geboren und drei Monate später kamen sie in der neuen Heimat im Wildpark Eekholt an. Hier wuchsen sie zu stattlichen Wölfen heran.

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Während Janosch sich als der Stärkere erwies, musste sich Alexander unterordnen. Jahrelang war das kein Problem, bis zu jenem Wintertag Ende Januar. Denn dann wurden aus Brüdern Feinde. Todfeinde. Janosch erlag nämlich seinen Verletzungen.

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Doch was ist im Wolfsgehege geschehen? Als Tierpfleger auf den Kampf zwischen den beiden Wölfen aufmerksam wurden, war es bereits zu spät. Denn beide Tiere hatten sich ineinander verbissen. Die Verletzungen waren extrem, aber Alexander hatte offenbar stärker zugebissen, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Schleswig-Holstein: Janosch war schwer verletzt

Wildpark-Tierärztin Elvira von Schenk separierte die Tiere voneinander und behandelte ihre Bissverletzungen. Sie stellte fest, dass Alexanders Verletzungen schneller verheilte und Janosch zu kämpfen hatte.

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Seine Bisswunden erwiesen sich als schwerwiegender. Doch auch bei ihm verlief der Heilungsverlauf vielversprechend. Allerdings war das ein Irrtum, wie sich später herausstellte. „Äußerlich waren die Wunden recht gut verheilt“, sagte Geschäftsführer Wolf von Schenck dem „Abendblatt“.

Unter dem Fell sah es jedoch anders aus: Die Verletzungen in den Gelenken erwiesen sich als so schwerwiegend, dass es teilweise zur Knochenauflösung kam.

Schleswig-Holstein: Geschäftsführer ist noch heute erschüttert

Janosch verweigerte die Nahrung und konnte nicht mehr richtig auftreten. Der Geschäftsführer ist noch heute erschüttert, wenn er an die Situation denkt: „Es gab keine Heilungsprognose. Wir haben dann entschieden, unserem Leitwolf das Leiden zu ersparen.“ Am 21. Februar wurde Janosch von seinen Schmerzen erlöst.

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Doch warum kam es zu dem Kampf zwischen den beiden Brüdern? Wolf von Schenck, ein in ganz Deutschland anerkannter Wolfsexperte, geht davon aus, dass Alexander die Führungsrolle in dem kleinen Wolfsrudel beansprucht hat und seinen Bruder deshalb zum Kampf herausforderte.

Von Januar bis März ist Ranz- oder Paarungszeit, was möglicherweise zu dem Revierkampf beigetragen haben könnte.

Schleswig-Holstein: Janosch ließ sich von Besuchern gern fotografieren

Die regelmäßigen Wildparkbesucher kannten Janosch schon seit vielen Jahren gut. Wenn Janosch mitbekam, dass die Kameras auf ihn gerichtet sind, legte sich oft fotogen auf den Baumstamm und ließ sich fotografieren.

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Darauf müssen die Besucher in Zukunft verzichten. Die ganze Story kannst du hier beim „Hamburger Abendblatt“ lesen. (oa)