Schleswig-Holstein: Experten warnen! Bei Regen könnte sich diese tödliche Gefahr ausbreiten

Beim Sammeln von Pilzen ist höchste Vorsicht geboten!
Beim Sammeln von Pilzen ist höchste Vorsicht geboten!
Foto: imago/Bernd Friedel

Der Sommer war heiß und trocken. Auch in Schleswig-Holstein hat es wochenlang kaum geregnet. Im Herbst dagegen könnte sich das ändern. Bei mehr Regen könnte sich allerdings eine Gefahr im Norden ausbreiten.

Denn der Niederschlag regt das Pilzwachstum – nicht nur in Schleswig-Holstein – an. Experten schlagen Alarm und warnen eindringlich vor ein einer bestimmten Pilzart. Sie kann tödlich sein.

Schleswig-Holstein: Experten warnen vor DIESER Gefahr in der Natur

Denn das Giftinformationszentrum Nord in Göttingen warnt Pilzsucher in Norddeutschland davor, sich in den nächsten Wochen mit Knollenblätterpilzen zu vergiften. Im September und Oktober könne mit verstärkten Niederschlägen das Wachstum nämlich noch einmal richtig anziehen.

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„Wenn viele Pilze wachsen, haben wir auch viele Vergiftungen“, sagt Andreas Schaper, Co-Leiter des Giftinformationszentrums. Bereits im vergangenen Oktober sei die Zahl der Vergiftungen mit mehr als 400 Fällen durch die Decke geschossen.

In diesem Juli wurden bisher knapp unter 100 Vergiftungen gemeldet, im August unter 50. „Das ist trotzdem viel, im Juli drei am Tag“, sagt Schaper.

Warnung vor DIESEM Pilz – nicht nur in Schleswig-Holstein

Das Giftinformationszentrums in Göttingen ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein, es wurde 1995 gegründet und ist an der Universitätsmedizin Göttingen angesiedelt.

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Hauptaufgabe ist die Beratung von Laien bei akuten Vergiftungsfällen. Viele Sammler rufen an, wenn sie Beschwerden nach dem Verzehr bekommen – auch Eltern, die sich Sorgen machten, wenn Kinder Pilze mit nach Hause gebracht haben, erzählt Schaper.

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Das ist der Grüne Knollenblätterpilz:

  • Wird auch Grünlicher Gift-Wulstling genannt
  • Schon der Verzehr von geringen Mengen kann zu einer tödlichen Pilzvergiftung führen
  • Die enthaltenen Gifte können ein Leberversagen verursachen
  • Der Grüne Knollenblätterpilz ist für rund 90 Prozent (ca. fünf Tote jährlich) der Pilzvergiftungen mit Todesfolge verantwortlich

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„Wir warnen vor Pilzen mit Amatoxin“, betont er und verweist vor allem auf den Grünen Knollenblätterpilz. Der Verzehr könne zu schweren Leberschäden und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Verwechslungsgefahr bestehe besonders mit dem Riesenchampignon.

Schleswig-Holstein: Knollenblätterpilze sehen Speisepilzen ähnlich

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Mykologie sehen Knollenblätterpilze auch genießbaren Speisepilzen aus anderen Regionen der Welt zum Verwechseln ähnlich.

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In den vergangenen Jahren hatte es in Norddeutschland wiederholt Todesfälle nach dem Verzehr von Knollenblätterpilzen gegeben, weil Zuwanderer die Pilze verwechselt hatten. Bei Verdacht auf Vergiftung mit Knollenblätterpilzen müssten Betroffene sofort ins Krankenhaus gebracht werden, um ein Gegengift zu erhalten. (mk)