Schleswig-Holstein: Corona-Ausbruch an Schule – Verwirrung bei der Quarantäne! „Weiter fröhlich durch die Weltgeschichte laufen“

An einer Schule in Schleswig-Holstein gab es einen Corona-Ausbruch – mit skurrilen Folgen (Symbolbild)
An einer Schule in Schleswig-Holstein gab es einen Corona-Ausbruch – mit skurrilen Folgen (Symbolbild)
Foto: Michael Weber/Imago

Plön. Corona-Ausbruch an einer Schule in Schleswig-Holstein: An einem Gymnasium in Kiel steckten sich mehrere Kinder mit dem Virus an. Das hat weitreichende Folgen.

Allerdings sind die Auswirkungen auf die betroffenen Kinder und deren Eltern unterschiedlich, je nachdem in welcher Gemeinde in Schleswig-Holstein sie wohnen. Das können viele nicht verstehen.

Schleswig-Holstein: Corona-Ausbruch an Gymnasium

Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, gab es an einem Gymnasium in Kiel-Elmschenhagen mehrere Corona-Fälle. Im Nachhinein habe sich herausgestellt, dass die Kinder so engen Kontakt untereinander hatten, dass die Schüler zweier kompletter Klassen in Quarantäne mussten.

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Das ist Schleswig-Holstein:

  • Schleswig-Holstein ist Deutschlands nördlichstes Bundesland
  • Die Landeshauptstadt Kiel ist mit rund 247.000 Einwohnern auch die größte Stadt in Schleswig-Holstein
  • Schleswig-Holstein zählt rund drei Millionen Einwohner
  • Zu Schleswig-Holstein gehören die bei Touristen beliebten nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr
  • Mit knapp 100 Kilometern Länge durchquert der Nord-Ostsee-Kanal ganz Schleswig-Holstein

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Allerdings nicht nur sie. Da über mindestens vier Tage Ansteckungsgefahr in der Schule bestand, hätten die Kinder zuhause in dieser Zeit auch ihre Familien anstecken können. Deshalb müssen auch Eltern und Geschwister in Quarantäne.

Schleswig-Holstein: Quarantäne für Kinder und einige Eltern

Zumindest, wenn sie im Kreis Plön wohnen, der an Kiel grenzt. 27 betroffene Schüler und deren Familien kommen aus Plön, der Rest aus Kiel. Die Plöner Familien müssen in Quarantäne – die Kieler nicht.

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Das sorgt für Kritik bei den betroffenen Eltern aus Plön. Sie können nicht verstehen, wieso Familien aus Kiel, deren Kinder exakt derselben Ansteckungsgefahr ausgesetzt waren, sich weiter frei bewegen dürfen und so womöglich eine Gefahr für andere darstellen.

Schleswig-Holstein: Welcher Kreis hat Recht?

Die Kieler Politik begründet das damit, dass durch die in der Schule vorgeschriebenen Hygieneregeln wie Masken, Abstände, Lüften und Händewaschen eine Ansteckung unwahrscheinlich sei.

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Der Kreis Plön sieht das ganz anders, spricht von einer „erheblichen Infektionsgefahr“ und begründet seine Vorsicht damit, dass mit einem etwas strengeren Eingreifen ein möglicher großflächiger Corona-Ausbruch verhindert werden könne.

Schleswig-Holstein: Allgemeines Unverständnis

Die „Kieler Nachrichten“ zitieren eine betroffene Familie aus dem Kreis Plön: Die kann nicht nachvollziehen, „dass Familien der Kieler Mitschüler unseres Sohnes weiter fröhlich durch die Weltgeschichte laufen, während wir in Quarantäne bleiben müssen.“ (wt)