Schleswig-Holstein: Kieler empört, weil Menschen in ihrer Stadt DAS machen – „Diese Idioten“

Der „Kleine Kanal“ in Kiel, Schleswig-Holstein
Der „Kleine Kanal“ in Kiel, Schleswig-Holstein
Foto: imago images / penofoto

Kiel. Er ist eines der Aushängeschilder der Neuzeit in Kiel in Schleswig-Holstein: Der „Kleine Kiel-Kanal“, das größte städtische Bauprojekt. Ein weiterer Flecken Wasser in der Innenstadt, der an der Straße „Holstenbrücke“ entlang zum nahegelegenen Bootshafen-Becken hinüberverläuft. Der Kanal soll das Gebiet aufwerten: In der Umgebung entstehen laut Stadt in den kommenden Jahren über 100 Wohnungen und 90 Apartments sowie zahlreiche Geschäfte, Gastronomie und zwei Hotels.

Die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein hat ordentlich Fördergelder eingesammelt, um das Areal pushen. Einerseits gibt es Freude bei den Einwohnern, dass in der vorher trüben Gegend der Innenstadt etwas passiert ist. Andere halten das Projekt für zu teuer und überzogen und den Standort für zu schattig und zugig, statt erholsam.

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Schleswig-Holstein: Erster Besuch am Kanal

Und es gibt noch etwas, dass die Kritiker auf den Plan ruft: Müll. Auf Facebook hat Uwe Leineweber ein Bild gepostet, das manche Kieler in ihren negativen Erwartungen zu dem Kanal zu bestätigen scheint. Aber war das wirklich so zu erwarten?

„Ich bin Kieler und habe bei meinem ersten Besuch des Kiel-Kanals in beiden Becken Müll treiben sehen. In dem anderen Becken schwammen auch zwei Flaschen und ein Becher von `McDoof`“, sagt Uwe Leineweber MOIN.DE dazu.

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Der Kanal wurde erst vor wenigen Wochen offiziell eröffnet. Drei Jahre wurde in der Innenstadt in direkter Nähe zu einer McDonalds-Filiale gearbeitet.

Schleswig-Holstein: Riesige Müllhalde?

„Warum können diese Idioten nicht die Mülleimer in der Nähe benutzen, sondern müssen ihren Mist in den Kiel-Kanal werfen?“, schreibt Uwe Leineweber zu seinem Beitrag auf Facebook in einer Kiel-Gruppe.

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„Das war doch klar, dass das eine riesige Müllhalde wird!“, antwortet unter anderem eine Frau und erhält dafür viel Zuspruch – aber auch Gegenwind. „Vier Dosen/Flaschen und vier Becher sind jetzt keine Riesen Müllhalde“, findet ein Mann.

„Leere Glasflaschen? Pappbecher und anderen Müll kann man als verantwortlicher auch in den Müll werfen“, schaltet sich Uwe Leineweber ein.

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Schleswig-Holstein: Kanal eine „Pissrinne“

Überraschen tut ein Beitrag, der sehr viel Zuspruch bekommt und in dem ein Mann das neue Aushängeschild der Stadt „Pissrinne“ nennt. „Warte erstmal, bis es wieder eine echte Kieler Woche gibt“, meint er. Dann würde dort noch viel mehr Dreck und Müll liegen.

Die „Kieler Woche“ fand dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nur mit einem stark abgespecktem Programm statt.

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Das ist Schleswig-Holstein:

  • Schleswig-Holstein ist Deutschlands nördlichstes Bundesland
  • Die Landeshauptstadt Kiel ist mit rund 247.000 Einwohnern die größte Stadt in Schleswig-Holstein
  • Schleswig-Holstein zählt rund drei Millionen Einwohner
  • Fehmarn ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins und die größte des Bundeslandes
  • Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland gehört zu Schleswig-Holstein (Kreis Pinneberg)
  • Mit knapp 100 Kilometern Länge durchquert der Nord-Ostsee-Kanal ganz Schleswig-Holstein
  • Zu Schleswig-Holstein gehören die bei Touristen beliebten nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr

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Schleswig-Holstein: Riesige Müllhalde?

Mit dem Begriff „Pissrinne“ haben allerdings auch sehr viele Menschen große Probleme. Ein Mann weist darauf hin, dass es „Kleiner Kiel-Kanal“ heißt und sieht nicht Stadt und Politik für das Müll-Problem verantwortlich, sondern diejenigen, die in den Kanal urinieren und ihren Müll hineinwerfen.

„Ihr seid aber auch Jammerlappen. Gerade dran vorbeigelaufen, das ist alles so gut wie sauber, nur eine Stelle, wo der Wind alles hinträgt. Wenn man was sucht zu meckern, findet man auch was“, meint ein anderes Mitglied der Kiel-Gruppe.

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Auch andere sehen die Schuld nicht bei den Menschen: „Es war ziemlich windig die Tage, also es könnte auch unbeabsichtigt sein“, meint ein Mann.

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Viele andere hingegegen wollen dem nicht zustimmen und sagen ganz klar: Die Leute sollen besser hinschauen, wo sie ihren Müll hinterlassen und Abfalleimer benutzen. (rg/kbm)

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