Schleswig-Holstein: Dieses Verbot am Strand löst heftige Reaktionen aus – „Blödsinn“

Von diesem Freitag an ist das Grillen an den Stränden von Flensburg (Schleswig-Holstein) verboten. Doch ist es auch sinnvoll?
Von diesem Freitag an ist das Grillen an den Stränden von Flensburg (Schleswig-Holstein) verboten. Doch ist es auch sinnvoll?
Foto: imago images / penofoto & imago stock&people

Von diesem Freitag an ist das Grillen an den Stränden von Flensburg (Schleswig-Holstein) an der Ostsee verboten (MOIN.DE berichtete). Das sorgt für heftige Reaktionen. Ist das Verbot sinnvoll oder nicht?

Erst letzte Woche verletzte sich ein Mädchen an vergrabener Kohle. Man wolle nicht, dass sich noch einmal jemand verletze, begründete Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt in Schleswig-Holstein, diesen Schritt. Einen weiteren Vorfall an der Ostsee schilderte eine Frau jetzt in einer Flensburger Facebook-Gruppe.

Schleswig-Holstein: Überreste eines Lagerfeuers werden zur Gefahr

„Grillen an Flensburgs Stränden wird verboten und der eine oder andere regt sich darüber auf“, leitet sie ihren Beitrag ein. Am Donnerstagmorgen sei sie mit einer Freundin und ihrem Hund im Glücksburger Ortsteil Quellental unterwegs gewesen. Dort ist das Grillen am Strand nicht verboten.

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Was sie vorfand: „Die Überbleibsel eines Lagerfeuers kohlten so vor sich her. Als wir ankamen dampfte es leicht.“ Weil die beiden Frauen keine geeigneten Behälter fanden, um das Ganze zu löschen, riefen sie die Feuerwehr.

Als die Feuerwehr nach etwa 15 Minuten eintraf, hätten sich die Überbleibsel bereits von „dampft ein bisschen“ zu „räuchert ganz schön, wo sind die Würstchen, kann gleich wieder los gehen“ gemausert, berichtet die Frau.

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Was sie besonders stört: „Vor uns waren drei Menschen ebenfalls an dieser Stelle und gingen weiter, ohne sich zu kümmern.“

Feuerwehr und Polizei in Schleswig-Holstein schreiten zur Tat

Anschließend löschten fünf Feuerwehrmänner sowie zwei Polizisten mit mehreren Eimern die Feuerstelle. „Es hat an Stellen gezischt, da war nicht mal was zu erkennen“, schreibt die Frau.

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Ein weiteres Problem: „Diese Feuerstelle ist wenige Meter von Büschen und Wald entfernt. Wie sicher jeder weiß, hat es in letzter Zeit nicht ganz so viel geregnet.“

Man kann sich also vorstellen, was hätte passieren können, wenn die beiden Frauen nicht die Feuerwehr gerufen hätten. Aus diesem Grund befürworte sie das Feuerverbot an Stränden, schreibt sie. Dafür gibt es viel Zuspruch von der Community.

Viel Zuspruch aus Schleswig-Holstein

„Super gehandelt“, schreibt zum Beispiel eine Frau. Eine andere geht sogar noch einen Schritt weiter. „Ich würde genau so handeln, wenn Menschen da noch sitzen würden.“ Schließlich sei es fahrlässig, ein Feuer am Waldesrand zu entzünden.

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Auch ein Mann findet: „Das ist ein Lagerfeuer gewesen, was gar nicht geht.“ Dennoch sei er nicht komplett überzeugt von der Entscheidung in Flensburg.

Verlagert sich das Problem in Schleswig-Holstein?

„Grillen komplett zu verbieten, finde ich Blödsinn. Wird dann noch mehr gemacht an Orten, wo das gar nicht in Ordnung ist“, meint er und fügt hinzu: „Es sollte feste Plätze geben, die sicher sind dafür.“

Und genau das plant die Stadt auch. Flensburgs Oberbürgermeisterin sagte bereits vor einigen Tagen, dass es durchaus geplant sei, Grillen an den Stränden in Zukunft wieder zu genehmigen. Dazu sollen richtige Grillplätze errichtet werden.

Das ist das Problem – nicht nur in Schleswig-Holstein

Das Problem fasst eine Frau sehr gut zusammen: „Sehr sehr schade, dass man es nicht einfach in den Schädel bekommt, dass man so ein Feuer natürlich gleich und vollständig löscht.“

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Auch sie finde es schade, dass es durch solche Aktionen immer mehr Verbote geben müsse, da sie gerne am Strand gegrillt habe. An die Beitragserstellerin schreibt sie: „Aber sehr gut gehandelt.“ Dem ist dann wohl auch nichts mehr hinzuzufügen. (mk)