Stralsund: Menschen bekamen versehentlich Fünffach-Dosis von Corona-Impfstoff – jetzt werden die Folgen sichtbar

In Stralsund ist Mitarbeitern eines Pflegeheims versehentlich die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes verabreicht worden (Symbolbild)
In Stralsund ist Mitarbeitern eines Pflegeheims versehentlich die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes verabreicht worden (Symbolbild)
Foto: imago images

In einem Pflegeheim in Stralsund haben am Sonntag acht Menschen versehentlich die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffs bekommen. Sie sind alle Mitarbeiter des Pflegeheims im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Nach der Impfpanne in Stralsund wird eine der Mitarbeiterinnen weiter in einer Klinik behandelt. Wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen am Dienstag sagte, leidet sie unter grippeähnlichen Symptomen wie Kopfschmerzen oder Schwindel.

Stralsund: Drei bereits am Montag wieder aus Krankenhaus entlassen

Am Montag hatte der Landkreis Vorpommern-Rügen mitgeteilt, dass die sieben Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter im Alter zwischen 38 und 54 Jahren informiert und nach Hause geschickt worden seien. Vier von ihnen hätten sich mit grippeähnlichen Symptomen vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus begeben.

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Nach Landkreis-Angaben wurden bereits am Montagnachmittag drei Mitarbeiter wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Stralsund: „Das hat sie achtmal gemacht“

Inzwischen lägen Details zur fehlerhaften Impfung vor. Entgegen den Anweisungen des Impfstoffherstellers Biontech/Pfizer habe eine Krankenschwester den Inhalt der Gläser zwar mit der korrekten Menge Kochsalzlösung gemischt.

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Dann habe sie dem Arzt aber Spritzen mit dem kompletten Inhalt statt nur mit einem Fünftel des Volumens zum Impfen gereicht. „Das hat sie achtmal gemacht. Dann waren die acht Gläser alle, mit denen eigentlich 40 Leute geimpft werden sollten.“ Der Sprecher des Landkreises verwies darauf, dass Biontech/Pfizer sogar eine bebilderte Schreibtischunterlage zur Aufbereitung des Impfstoffs mitgeliefert habe.

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Landrat Stefan Kerth (SPD) sprach am Dienstag erneut von einem bedauerlichen Einzelfall und menschlichem Versagen. Er hoffe, dass dieser Vorfall alle an der Impfung Beteiligten in ganz Deutschland noch mehr sensibilisiere. (dpa)