Sylt: Auf der Insel gibt es etwas Wichtiges zu klären – SIE sollen helfen, dass es besser wird

Die Zukunft des Tourismus auf Sylt ist ein sehr wichtiges Thema für die Insel.
Die Zukunft des Tourismus auf Sylt ist ein sehr wichtiges Thema für die Insel.
Foto: imago/Hohlfeld

Viele Einwohner von Sylt erwartet in den nächsten Tagen spannende Post. Und dabei geht es nicht um irgendwelche Wahlen.

Nein, das Thema ist ein anderes, nämlich die Zukunft der Insel. Alle Bewohner, die volljährig sind, werden von der Sylt Marketing Gesellschaft (SMG) befragt. Es geht um den derzeitigen Stand und die zukünftige Entwicklung. Und da gibt es mittlerweile so einiges zu klären.

Sylt: Wie steht es um die Insel?

Die ersten Menschen auf der nordfriesischen Insel wurden schon im September befragt.

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Dabei handelte es sich um 40 Entscheider und Mandatsträger, wie die „Sylter Rundschau“ berichtet.

Jetzt geht es in die nächste Runde, denn nun sollen auch die Einwohner selbst ihre Meinung zur aktuellen Situation kundtun. 29 Fragen gilt es bis Ende November in einer anonymen Online-Umfrage zu beantworten. Und natürlich wird gehofft, dass möglichst viele Menschen mitmachen.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt
  • Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug, dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.

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Die Ergebnisse werden laut des Berichts dann in das „Zukunftsforum Sylt“ einfließen, das digital stattfindet.

Sylt: Zentrales Thema ist der Tourismus

Ein zentrales Thema der Umfrage wird selbstverständlich der Tourismus sein, der Segen und Fluch zugleich für die Insel ist. Die Debatten darum werden nicht selten emotional geführt.

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Die Übernachtungszahlen auf Sylt sind in den letzten Jahren immer weiter angestiegen, Bewohner ärgern sich über die vielen Hotelneubauten, gleichzeitig müssen historische Stätten wie das Großsteingrab Denghoog schließen. Naturschützer sorgten sich zudem zuletzt, dass die Insel in den Fokus der großen Kreuzfahrt-Reedereien gerät (MOIN.DE berichtete).

In diesem Sommer kamen auch noch sämtliche Ärgernisse über die Nicht-Einhaltung der Corona-Regeln auf der Insel hinzu.

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Viele Themen also, die es auf Sylt zu klären gibt. Wird die beliebte Insel sich noch mehr dem Tourismus öffnen – oder rücken mehr die Stimmen in den Fokus, die das Ganze kritisch sehen und sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen?

Sylt zu selten im Gleichgewicht

Sylt sei in den letzten Monaten zu selten im Gleichgewicht zwischen Heimat- und Urlaubsinsel gewesen, heißt es von der SMG, welche die Umfrage durchführt.

„Dabei stimmen wir doch alle, die wir mit und von der Insel leben, grundsätzlich hinsichtlich ihrer Ausrichtung als liebens- und schützenswerten Lebens- und Arbeitsraum überein. Uns allen ist bewusst, dass die Ressourcen der Insel begrenzt sind und quantitatives Wachstum nicht wünschenswert ist. Anstatt weiter aneinander vorbeizureden, sollten wir endlich anfangen, lösungsorientiert miteinander zu reden,“, findet Sylt Marketing-Geschäftsführer Moritz Luft.

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Die Ergebnisse der Umfrage und des Zukunftsforums sollen künftigen Beschlussfassungen als Orientierungshilfe dienen und den Rahmen für langfristiges Handeln abstecken. (rg)