Sylt: Du ahnst nicht, welche Kleinigkeit auf der Insel verboten ist und hart bestraft werden kann!

Urlauber am Strand von Sylt müssen aufpassen.
Urlauber am Strand von Sylt müssen aufpassen.
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Sylt. Dieses Verbot auf Sylt kann man zunächst kaum glauben, doch es ist wirklich wahr. Wer sich an einen Strand auf der Insel begibt, sollte es beim Bauen von Sandburgen nicht übertreiben.

Denn wer sich bei diesem Spaß zu sehr auslebt, der könnte theoretisch sogar bestraft werden. Wahrscheinlich die wenigsten Menschen wissen von dieser Regel auf Sylt.

Sylt: Diese Sache ist hier verboten

Wer kennt es nicht? Mit seinen Kindern an den Strand fahren – da sind meist Eimer und Schaufel mit im Gepäck. Doch wer das auf Sylt machen will, sollte wissen: Das Bauen von Sandburgen ist hier verboten. Und es kann teuer werden!

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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Und das hat mehrere Gründe. Einer davon liegt schon rund ein halbes Jahrhundert zurück. Denn bis in die 1970er Jahre wurden laut „SyltTV“ am Strand in Westerland Hunderte aufwendige Sandburgen von den Besuchern gebaut. Und das wiederum führte zu mehreren Problemen.

Sandburgen auf Sylt bringen mehrere Probleme mit sich

Nicht nur, dass der Weg zum Meer für viele Menschen zu einem echten Slalompfad wurde. Auch waren die Burgen teilweise aufwendig dekoriert – und so sorgte ein falscher Tritt für zusätzlichen Ärger.

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Hinzu kommt: Schon seit vielen Jahren leidet die Insel unter Sandverlust. Und weil beim Bauen der Sandkunstwerke der Grund aufgelockert wird, ergeben sich weitere Probleme.

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Denn die Strukturen der Sandburgen bieten dem Meer mehr Angriffsfläche und so wird bei Hochwasser der Sand schneller und leichter weggespült.

Verstoß auf Sylt wird teuer

Daher wurde das Bauen von Sandburgen auf Sylt endgültig verboten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer hohen Strafe rechnen. Denn ein Verstoß kostet bis zu 1.000 Euro.

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Allerdings kam ein derartiges Bußgeld laut „SyltTV“ noch nie zur Anwendung. Und natürlich dürfen Kinder auch weiter kleine Sandburgen bauen – nur das Graben von tiefen Löchern oder eben überdimensional große Sandkunstwerke sind definitiv verboten. (mk)