Sylt: Hotel bangt um seine Existenz und ist verzweifelt – „Nicht nachzuvollziehen“

Gähnende Leere am Strand von Sylt – Urlauber sind hier in näherer Zukunft nicht erwünscht.
Gähnende Leere am Strand von Sylt – Urlauber sind hier in näherer Zukunft nicht erwünscht.
Foto: imago stock&people

Westerland. Der Teil-Lockdown trifft viele Branchen in Deutschland, und auch auf Sylt, mit voller Wucht. Eine davon ist das Hotelgewerbe. Ab Montag dürfen keine Urlauber mehr aufgenommen werden.

Damit werden viele Unterkünfte auf Sylt erst einmal leerstehen – und das sorgt für Existenzängste. Christiane Winter-Thumann, die auf der Insel das Hotel „Wyn“ betreibt, bangt um die Zukunft des Hotels.

Sylt: Hotel Wyn fürchtet die Zukunft

Bund und Länder beschlossen, dass Hotels ab dem 2. November keine Touristen mehr aufnehmen dürfen. Auf die Frage, wie sie zu den gerade beschlossenen Maßnahmen stehe, sagt Winter-Thumann gegenüber MOIN.DE: „Wir sind sprachlos.“

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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Sie erklärt: „Bei allem Verständnis für notwendige Maßnahmen, die das weitere Infektionsgeschehen eindämmen, ist es für unsere Branche, wie auch für andere Branchen, wie zum Beispiel das Kulturgewerbe, besonders dramatisch.“

Sylt: Hygienekonzepte waren vergeblich

Bei den Betreibern des Hotels herrscht außerdem eine gewissen Enttäuschung: „Während des ersten Lockdowns haben wir umfangreiche Hygienekonzepte entworfen und ab Wiedereröffnung umgesetzt“, sagt Christiane Winter-Thumann.

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„Wir haben trotz hoher Umsatzeinbußen weiter investiert, sodass wir guten Gewissens unsere Gäste beherbergen und diese sich maximal sicher fühlen konnten. Dass nun wieder das Hotel- und Gastgewerbe vor solche Herausforderungen gestellt wird, ist nicht nachzuvollziehen.“

Sylt: Entscheidung kam zu kurzfristig

Sie kritisiert außerdem: „Wie beim ersten Lockdown kommen diese Maßnahmen völlig überraschend und viel zu kurzfristig. Diese Klarheit hätte die Politik schon viel früher erreichen können.“

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Das Hotel „Wyn“ fürchtet nun auch um das lukrative Weihnachtsgeschäft und blickt in eine unsichere Zukunft. Können die Zusicherungen des Bundes, für den November bis zu 75 Prozent der üblichen Einnahmen zu erstatten, da etwas helfen?

Sylt: Hoffnung auf staatliche Hilfe

Im Gespräch mit MOIN.DE sagt Christine Winter-Thumann: „Im Wesentlichen ist der Grundgedanke sicher ein guter und ein eigentlich leicht nachzuvollziehender Mechanismus.“

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Doch: „Der Teufel steckt hier im Detail. Wichtig ist, dass die Auszahlungsreife schnell gegeben ist, sonst werden wir den einen oder anderen Kollegen nicht an Corona, aber durch Insolvenz verlieren.“ (mk/wt)