Sylt: Tourist ist stark verunsichert und sucht Hilfe – „Denkt ihr ähnlich?“

Reetgedeckte Häuser auf Sylt.
Reetgedeckte Häuser auf Sylt.
Foto: imago images / localpic

Das Ausbruchsgeschehen in einem Lokal auf Sylt (MOIN.DE berichtete) hat die derzeitige Anspannung um das Thema Corona nicht kleiner gemacht.

Für viele Menschen, die mittlerweile in Risikogebieten leben, hat sich das Thema Urlaub zudem wohl erledigt. Dabei haben viele eine Unterkunft gebucht oder hatten sich schon darauf gefreut, den wegen des Lockdowns ausgefallenen Urlaub auf Sylt aus dem Frühjahr nachzuholen.

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel
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Sylt: Mann sorgt sich um die 2021

Ein Mann meldete sich jetzt in einer Sylt-Gruppe auf Facebook zu Wort und sorgt sich um die Lage im nächsten Jahr.

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„Wir kommen seit Jahren nach Sylt, dieses Jahr durften wir zur gebuchten Zeit nicht auf die Insel. Wenn man sich aber nun die Bilder der letzten Zeit so ansieht, denken wir ernsthaft darüber nach, zumindest nächstes Jahr auch noch nicht nach Sylt zu kommen“, schreibt er und fragt, ob die anderen Mitglieder ebenfalls so denken.

Damit hat der Mann eine Diskussion mit Hunderten Kommentaren ausgelöst. „Die Frage dürften sich einige schon gestellt haben und die Antworten dürften sehr individuell ausfallen“, antwortet ein Mann treffenderweise.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug, dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.
  • Auch über den Flughafen Sylt ist die Insel per Linien- und Charterverbindungen zu erreichen

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Sylt: Zwei Lager

Denn natürlich gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Jeder Urlauber hat ein anderes Empfinden über sein Sicherheitsgefühl und die aktuelle Situation auf der Insel.

So gibt Menschen, die auf jeden Fall trotzdem nach Sylt fahren:

  • „Wir freuen uns auf nächstes Jahr. Hatten keinen Stau und die Insel war nicht voller als die letzten Tage.“
  • „Wir sind im August dagewesen und wenn man nicht unter dem Motto reist `Sehen und Gesehen-Werden`, hat man sehr wohl die Möglichkeit, die Hotspots zu meiden und die Ruhe und Stille zu genießen.“
  • „Wir waren auch in den Sommerferien dort. Es gibt viele schöne einsame Stellen.“
  • „Wenn sich jeder verantwortungsvoll und bewusst verhält, ist es doch normaler Alltag.“

Auch das andere Lager, das ganz andere Eindrücke hat, hat viele Vertreter:

  • „Es war für mich nicht so schön wie in den vergangenen Jahren. Der Flair der Insel ist verloren. Zu viele Menschen, Abstandsregeln für viele ein Fremdwort. Der Mund-Nasen-Schutz wurde oft als „Kinnschutz“ getragen.
  • „Ich bin froh, dass wir zuhause sind. Wir lieben die Insel sehr, aber so möchte ich dort keinen Urlaub mehr machen. Wir haben die Hotspots vermieden, aber selbst an den ruhigeren Stellen war es einfach zu voll.“
  • „Diese Insel hat all seine Magie durch die Gier und Unvernunft der Menschen verloren.“
  • „Wir waren letzte Woche dort, haben vorzeitig abgebrochen. Es ist einfach zu voll und es wird die Maskenpflicht nicht eingehalten.“

Sylt wird nicht leer werden

So kommt die Diskussion – natürlich – nicht auf einen Nenner. Viele Urlauber bedeuten auch viele Meinungen und Erlebnisse.

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Es hat sich in der Diskussion aber auf jeden Fall gezeigt, dass viele Menschen ähnlich wie der Beitrags-Verfasser denken und die Insel wohl erstmal nicht mehr besuchen werden.

Angst, dass es auf Sylt leer wird, muss aber wohl keiner haben. Denn dafür gibt es immer noch mehr als genügend Touristen, die sich nach wie vor auf den Weg dorthin machen wollen. (rg)

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