Sylt-Urlaub: Frau wütend wegen Corona-Maßnahmen – „Was passiert, wenn...?“

Urlaub auf Sylt in Zeiten von Corona – wie gefährlich ist das? Das fragen sich viele Inselliebhaber gerade.
Urlaub auf Sylt in Zeiten von Corona – wie gefährlich ist das? Das fragen sich viele Inselliebhaber gerade.
Foto: imago images/Henning Scheffen

Kann ich auch in der Corona-Krise mit gutem Gewissen auf Sylt Urlaub machen? Das fragen sich viele Inselliebhaber gerade. Denn Schleswig-Holstein hat die Corona-Vorschriften kürzlich wieder verschärft (MOIN.DE berichtete).

Wer aus einem der aktuellen Corona-Hotspots in Deutschland in das Bundesland kommt, muss sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Bis zum 10. Juli betraf das vor allem die Menschen aus dem Kreis Gütersloh.

Viele fragten sich, was passieren könne, wenn man sich als Norddeutscher zum Beispiel mit Menschen von dirt im selben Zug befindet? Auch Edith Utermark hat diese Sorgen. Sie will schon bald mit ihrem Mann auf der Insel Urlaub machen. Doch die Vorfreude auf Sylt vergeht ihr langsam.

Sylt-Urlaub: Diese Sorgen hat eine Frau wegen Corona

„Ich habe vorige Woche alles bezahlt und ganz ehrlich... ich mag gar nicht mehr dort hin fahren. Wir hatten uns wirklich seit einem Jahr darauf gefreut“, sagt die Frau zu MOIN.DE. Nachdem sie schon zweimal mit einer Freundin auf Sylt war, konnte sie jetzt endlich ihren Mann überzeugen, mit auf die Insel zu kommen.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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Edith kommt nicht aus einem betroffenen Gebiet. Dennoch hat sie Angst. „Was passiert, wenn wir ankommen, und es wird gesagt: ,Tut uns leid, Quarantäne für alle'?“, fragt sie sich und sagt: „Das kann nicht sein!“

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Es würde ihr zwar nichts ausmachen, zu Hause zu bleiben, aber sie sorgt sich, „dass das Geld zum Fenster raus geschleudert ist, falls wir nicht fahren dürfen.“ Edith hat den Eindruck, „dass sie (die Sylter, Anm. d. Red) lediglich unser Geld möchten, aber nicht die Urlauber.“

Menschen gehen mit Sylt-Urlaub Risiko ein

Schließlich gingen sie und ihr Mann – so wie alle Menschen, die jetzt auf Sylt Urlaub machten – ein Risiko ein, dorthin oder überhaupt in Urlaub zu fahren. „Von was bitte sollen denn die Menschen auf Sylt leben, wenn nicht von den Urlaubern?“, sagt die Frau zu MOIN.DE.

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Ohnehin kämen ihr die Sylter sehr speziell vor. Schon öfter habe sie erlebt, dass, wenn jemand etwas Negatives über die Insel sage, man sofort angegriffen werde. „Immer fühlen sich die Insulaner sofort persönlich angegriffen“, sagt Edith. (mk)