Sylt: Urlauberin macht DIESE Entdeckung im Hafenbecken – doch dahinter steckt eine traurige Geschichte

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

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Hörnum. Mehrere Jahrzehnte lang machte sie die Menschen auf Sylt glücklich und war der Grund dafür, dass viele Touristen das Hafenbecken in Hörnum aufsuchten – die Rede ist von der berühmten Kegelrobbe Wilhelmine, die meist nur „Willi“ genannt wurde. Regelmäßig wurde von Schaulustigen umringt.

Der Name der Robbe kommt dabei nicht von ungefähr: In der Fußgängerzone in Westerland steht die „Wilhelmine“, eine Bronzefigur, die sich in einem Wasserbecken wäscht und schon seit 1980 ein Wahrzeichen von Westerland auf Sylt ist.

Sylt: Viele Grüße aus Hörnum

Eine Urlauberin zeigte jetzt Bilder und Videos einer Robbe auf Facebook, die gemütlich ins Hafenbecken in besagtem Ort geschwommen kommt. „Viele Grüße aus Hörnum“, schreibt sie dazu.

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Doch wer ist auf den Bildern überhaupt zu sehen? Früher soll Wilhelmine ab und zu mit einer zweiten Robbe ins Hafenbecken geschwommen sein. Sie bekam den Namen Sylta. Und die Menschen scheinen gut informiert zu sein, was es mit den Robben auf sich hat.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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„Willi beziehungsweise Wilhelmine lebt leider nicht mehr“, schreibt eine Frau unter den Beitrag. Die Verfasserin fügt hinzu, das habe sie auch gehört. „Das ist dann wohl Sylta? Genau so freundlich wie Willi“, sagt eine andere Frau. „Die ist süß, aber nicht immer dort“, meint ein anderer Fan zu wissen.

Wer schwimmt da auf Sylt?

MOIN.DE hat bei der Schutzstation Wattenmeer nachgefragt. „Willi ist seit letztem Sommer nicht mehr im Hafen gesehen worden, wir wissen auch nichts genaues“, sagte ein Sprecher. „Normalerweise war sie immer da und dann plötzlich nicht mehr. Das Schwimmen ins Hafenbecken war ja auch eine Routine für sie, deswegen hatte sie durch das Füttern zu viel Fisch bekommen und ihren Raubtiertrieb verloren.“

Wilhelmine war deswegen irgendwann sogar auf das Futter der Urlauber angewiesen. Im Winter – wenn alle Kegelrobben nach Helgoland zogen – konnte sich das Tier bei der Nahrungssuche dann gegen die Artgenossen nicht mehr richtig durchsetzen und ist im Frühjahr abgemagert nach Sylt zurückgekommen.

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Der Sprecher sagte, die Schutzstation gehe davon aus, dass Willi nicht mehr am Leben sei, gesichert sei das aber nicht. „Sie hatte schon ein stolzes Alter.“

Sylt: Bitte nicht füttern

Die Robbe auf den Bildern und Videos dürfte also Sylta sein. Ihr Name ist geschlechtsneutral gewählt worden. Nach Angaben der Schutzstation sei nicht klar, ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handle. Auch habe man festgestellt, dass Sylta nicht so häufig wie Wilhelmine in den Hafen komme.

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Das Füttern der Robbe sollte man übrigens unterlassen. Sonst könnten sich die gleichen Probleme wie bei Wilhelmine entwickeln und Sylta ihren Jagdtrieb verlieren. (rg)