Usedom: Corona-Ausbruch an sensiblem Ort – Insel reagiert mit drastischen Maßnahmen

Auf Usedom hat es einen Corona-Ausbruch gegeben.
Auf Usedom hat es einen Corona-Ausbruch gegeben.
Foto: imago stock&people

Ahlbeck. In Ahlbeck auf Usedom entsteht aus einer ehemaligen Berufsschule eine riesiges Hotel mit 118 Appartements, 32 Eigentumswohnungen und 13 Penthouses.

Der Komplex ist die größte Baustelle auf Usedom, in Spitzenzeiten sind rund 100 Mitarbeiter dort zugange – und ausgerechnet hier gab es nun einen Corona-Ausbruch.

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Usedom: Corona-Ausbruch auf Baustelle

Laut Kreissprecher Achim Froitzheim sind zwölf Mitarbeiter, elf Slowenen und ein Deutscher, positiv auf das Virus getestet worden.

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Besonders dramatisch: „Ein deutscher und ein slowenischer Mitarbeiter mussten wegen des schweren Verlaufs ins Krankenhaus gebracht werden“, sagte Froitzheim der „Ostsee-Zeitung“.

Ordnungsdienst auf Usedom überwacht Quarantäne

Die Gemeinde reagierte sofort – mit drastischen Maßnahmen. Die anderen Bauarbeiter sind in ihre Unterkünfte in Quarantäne geschickt worden.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Das Ganze hat heftige Konsequenzen: „Wir haben den Kommunalen Ordnungsdienst angewiesen, die Quarantäne zu überwachen“, erklärte die Bürgermeisterin von Ahlbeck, Laura Isabelle Marisken.

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Sebastian Fischer, Vorstand der Berliner Primus Immobilien AG, die in die Baustelle rund 80 Millionen Euro stecken will, bestätigte der „ Ostsee-Zeitung“, dass mit dem Thema sehr sensibel umgegangen werde.

Bauarbeiten auf Usedom laufen weiter

Nichtsdestotrotz laufen die Bauarbeiten – wie auch während des ersten Lockdowns – weiter. Vor Ort sorgen Mitarbeiter der Immobilienfirma für die Einhaltung der Hygienemaßnahmen.

Laut Projektleiter Dirk Lauterbach seit stets ausreichend Desinfektionsmittel vorhanden und wenn die Arbeiter sich auf der Baustelle bewegen, sei das Tragen einer Maske vorgeschrieben.

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Während dem Arbeiten dürfen sie diesen jedoch abnehmen. (lh)