Usedom: Feuer-Serie auf der Insel – die Polizei hat einen schrecklichen Verdacht

Auf Usedom ist ein Reetdachhaus niedergebrannt. (Symbolbilder)
Auf Usedom ist ein Reetdachhaus niedergebrannt. (Symbolbilder)
Foto: IMAGO / Christian Grube, IMAGO / Blaulicht News (Montage MOIN.DE)

In der Nacht zu Dienstag hat es auf der Ostsee-Insel Usedom bereits den dritten Brand innerhalb kurzer Zeit gegeben. Diesmal war ein Reetdachhaus zwischen Karlshagen und Peenemünde von dem Feuer betroffen.

Gegen 20.30 Uhr meldete ein Einheimischer von der Insel der Rettungsleitstelle den Brand in der Ferienwohnungssiedlung auf Usedom. Die Polizei hat jetzt einen schrecklichen Verdacht.

Usedom: Reetdachhaus brennt komplett ab

Rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Bannemin, Karlshagen, Zinnowitz, Peenemünde, Trassenheide und Wolgast waren an dem Einsatz beteiligt, wie eine Polizeisprecherin MOIN.DE sagte. Die Löscharbeiten dauerten bis 4 Uhr am nächsten Morgen an.

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Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Anschließend nahm die Kriminalpolizei gemeinsam mit dem Brandursachenermittler bis 11.30 Uhr die Ermittlungen auf. Der Verdacht: schwere Brandstiftung.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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„Derzeit liegen noch keine Hinweise auf einen technischen Defekt vor“, so die Sprecherin der Polizei Anklam. Dennoch könne man bis zum Abschluss der Ermittlungen dies natürlich nicht pauschal ausschließen.

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Verbindung zu anderen Bränden auf Usedom?

Ob es eine Verbindung zu weiteren Bränden auf der Insel gibt, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Am vergangenen Wochenende brannte in kleiner Holzstapel am Radweg zwischen Peenemünde und Karlshagen. Die Ursache dafür ist noch unklar.

Vor rund zwei Wochen ging außerdem ein Müllcontainerstellplatz in der Straße des Friedens in Karlshagen in Flammen auf. „Noch gibt es keine Anhaltspunkte, die dafür sprechen, dass ein Zusammenhang zwischen den Bränden besteht“, stellt die Polizei auf Nachfrage von MOIN.DE aber klar.

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Nichtsdestotrotz könne aber auch dies natürlich nicht ausgeschlossen werden, weil es noch durch die Ermitter geprüft wird. Es bleibt also zu hoffen, dass es nicht zu weiteren Feuern auf Usedom kommt. (mk)