Usedom: Angespannte Lage an der Grenze – doch jetzt kommt diese Nachricht

Mitglieder der polnischen Marien fahren auf einem Boot in der Nähe von Usedom.
Mitglieder der polnischen Marien fahren auf einem Boot in der Nähe von Usedom.
Foto: Marcin Bielecki/PAP/dpa, imago images / Rolf Zöllner (Montage MOIN.DE)

Seit Montag warteten die Menschen gespannt auf positive Nachrichten von der deutsch-polnischen Grenze. Denn in Swinemünde in direkter Nähe zu Usedom sollte eine riesige Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.

Das Problem: Die Bombe lag an einer gefährlichen Stelle. Auf die Einwohner von Usedom und Touristen kamen Einschränkungen zu.

Usedom: Entschärfung musste lange vorbereitet werden

Vor rund einem Jahr schon sorgte die Entdeckung einer Fliegerbombe auf Usedom für Aufsehen. Der Blindgänger vom Typ „Tallboy“ wurde damals in der Fahrrinne Swinemünde-Stettin gefunden, als diese vertieft werden sollte. Die Entschärfung musste genauestens geplant werden.

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Am Montag begannen Taucher der polnischen Marine zunächst damit, die Bombe in der Fahrrinne freizulegen. Das Ausbuddeln des 5-Tonnen-Kollosses nahm die meiste Zeit in Anspruch.

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Der festgelegte Zeitplan sah vor, dass erst am Mittwoch mit der eigentlichen Entschärfung begonnen werden könne, berichtete die Agentur PAP. Nun gab es aber schon am Dienstag Entwarnung. „Man kann das Objekt jetzt als neutralisiert bezeichnen“, sagte ein Marinesprecher.

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Infos zum „Tallboy“:

  • Die Tallboy-Bombe war eine Fliegerbombe der britischen Luftwaffe
  • Entwickelt vom britischen Ingenieur Barnes Wallis
  • Namensgebend war die Länge von über sechs Metern und das Gewicht von bis zu 5,4 Tonnen
  • Dieser Bombentyp wurde unter anderem dazu eingesetzt, um Bunker zu vernichten
  • Auch gegen Kriegsschiffe kam diese Waffe zum Einsatz

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Die Bombe, die in der Fahrrinne eines Meeresarms lag, sei keine Gefahr mehr für den Schiffsverkehr zwischen Swinemünde und Stettin (Szczecin).

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Usedom: Kein Transport durch die Stadt

Eine Hebung und Abtransport kam nicht infrage, da der Transport durch die Innenstadt geführt hätte. Das war wegen der großen Sprengladung zu gefährlich.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Bei der kontrollierten Sprengung seien weder Menschen noch Gebäude zu Schaden gekommen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Rund 750 Einwohner aus der unmittelbaren Umgebung des Fundorts der Weltkriegsbombe waren für die Zeit der Arbeiten in Sicherheit gebracht worden.

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Die Bombe war mit knapp 2,5 Tonnen Sprengstoff gefüllt.

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Weitere Neuigkeiten aus Norddeutschland:

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Swinemünde wird von der Swine geteilt, einem Meeresarm der Ostsee, der zwischen den Inseln Usedom und Wollin verläuft und das Stettiner Haff mit dem Meer verbindet. (mh/dpa)

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