Usedom: Frau mit fremdem Kennzeichen auf der Insel – das bekommt sie bitter zu spüren

Eine Frau war auf der Insel Usedom mit einem NRW-Kennzeichen unterwegs (Symbolbild).
Eine Frau war auf der Insel Usedom mit einem NRW-Kennzeichen unterwegs (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Leo

Eine Frau, die ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen (NRW) kommt, wurde jetzt Opfer einer üblen Attacke auf der Insel Usedom.

Von ihrem Auto wurden nämlich zwei Reifen zerstochen und die Frontscheibe demoliert. Das Schlimme daran: Die Frau lebt auf der Insel Usedom – und hatte lediglich noch ein Kennzeichen aus NRW.

Usedom: Schon wieder eine Attacke auf ortsfremde Kennzeichen

Am Sonntag erstattete die 55-Jährige Anzeige bei der Polizei in Anklam. Die Frau aus Ziemitz im Norden der Insel wollte an diesem Tag von ihrem Grundstück fahren und stellte dabei die zerstochenen Reifen fest. Auch die Frontscheibe des Autos wurde mit einem spitzen Gegenstand zerstört.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Handelt es sich erneut um eine bewusste Attacke auf Fahrzeuge mit landesfremden Kennzeichen? Bereits Ende Februar wurden die Reifen mehrerer Autos auf einem Parkplatz in der Nähe der Kirche in Heringsdorf zerstochen (>> hier mehr dazu).

Polizei ermittelt in alle Richtungen auf Usedom

Auf Nachfrage von MOIN.DE kann die Polizei dies nicht bestätigen. Natürlich habe es in der ersten Welle der Pandemie Sachbeschädigungen aus diesem Grund gegeben, aber: „In der zweiten und dritten Welle hat das stark abgenommen“, betont Polizeisprecherin Katrin Kleedehn.

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Aus diesem Grund werde nun gegen Unbekannt ermittelt. Es sei genau so möglich, dass es sich im Falle der Geschädigten um Zerstörungswut durch Jugendliche oder Ähnliches handele. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, heißt es.

Nicht nur Touristen auf Usedom unterwegs

Ortsfremde Kennzeichen auf der Insel Usedom sind eigentlich nichts Ungewöhnliches. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Touristen handeln. Auch Reha-Aufenthalte sind zum Beispiel nach wie vor erlaubt.

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An dem Fahrzeug der Frau entstand ein Sachschaden in Höhe von 1.500 Euro. Es bleibt zu hoffen, dass es sich dabei vorerst um einen Einzelfall handelt. (mk)