Usedom: Hotelier ist verärgert über DIESE Zustände

Der Inhaber des Kaiserstrand Beachhotel auf Usedom ist stinksauer.
Der Inhaber des Kaiserstrand Beachhotel auf Usedom ist stinksauer.
Foto: imago/BildFunkMV

Usedom. In ganz Deutschland momentan ein Thema: Das Berherbergungsverbot. Während einige Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg die Regel wieder abgeschafft haben, gelten in Mecklenburg-Vorpommern – und damit auch auf Usedom – weiterhin strikte Vorschriften.

Zwar sind die bisher geltenden Regeln mittlerweile etwas entschärft worden, trotzdem leiden besonders die Hotels, unter anderem auf Usedom, unter dem Berherbergungsverbot.

Usedom: Striktere Regelungen aufgrund fehlender Kapazitäten

Urlauber aus Risikogebieten mussten bisher bei der Einreise einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorweisen. Trotzdem ordnete die Landesregierung eine zusätzliche Quarantäne von mindestens fünf Tagen an, die durch ein zweites, negative Testergebnis aufgehoben werden konnte.

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Am Samstag hat die Regierung den harten Kurs aufgegeben. Nun ist ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, ausreichend. Das macht eine Reise an die Ostsee für Urlauber um einiges leichter, die Hotels haben aber bereits unter den strikten Verboten gelitten.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands

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Hotel auf Usedom erhält massenhaft Stornierungen

Einer davon ist Rolf Seelige-Steinhoff mit seinem Hotel „Seetelhotel Kaiserstrand Beachhotel“.

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„Allein in den ersten sechs Tagen nach der Ausweitung der Risikogebiete wurden wir mit Stornierungen bombardiert: 350.000 Euro Umsatzverlust allein bei Übernachtungen mit Frühstück“, sagte der Hotelier der „BZ“ zur aktuellen Situation.

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Die weitere Ausweitung der Risikogebiete sorge für unglaubliche Zustände im „Kaiserstrand Beachhotel“.

Er bekam von Behörden 21 DIN-A4-Seiten mit Postleitzahlen zugeschickt, für alle Gäste aus diesen Gebieten muss das Hotel die Buchungen stornieren. Das geht dem Betreiber des Hotels auf Usedom zunehmend gegen den Strich.

Maue Umsatzprognose für die Hotels auf Usedom

Aber nicht nur die Tatsache, dass der Hotelier Gäste zurückweisen muss, nagt an seinen Nerven, sondern auch die finanzielle Situation durch die Pandemie.

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Laut Seelige-Steinhoff steht seit dem Lockdown im Frühjahr ein Umsatzverlust von elf Millionen Euro im Buche. Generell kann das Anhalten der Regelungen für die Branche natürlich zu Entlassungen führen. Dabei sind derzeit 550 Mitarbeiter im „Kaiserstrand Beachhotel“ angestellt.

Außerdem würde eine größere „Entlassungswelle“ die Erfolgsgeschichte vom Sommer entwerten.

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Vorab hatten sich nämlich Hoteliers und die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern im Frühjahr eine Corona-Tourismus-Konzept überlegt, welches Hunderte Arbeitsplätze durch strenge Hygieneregelungen in der Hotellerie rettete.

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Die Zahlen können sich sehen lassen: Im gesamten Bundesland verbrachten fünf Millionen Gäste ihren Urlaub ohne eine größere Ausbreitung des Virus. Bei Seelige-Steinhoff wurden im Sommer gerade mal 20 Verdachtsfälle registriert, wobei sich zwei als positiv heraus gestellt haben. „Keine Übernachtung ist sicherer, hygienischer, regulierter als im Hotel!“, so der Hotelier. (pag)