Usedom: Insel hat diesen Plan – doch jetzt schießen die Einwohner zurück

Auf der Insel Usedom könnten Bauarbeiten ein Naturschutzgebiet bedrohen.
Auf der Insel Usedom könnten Bauarbeiten ein Naturschutzgebiet bedrohen.
Foto: picture alliance/dpa

Usedom. Aufstand auf der Insel Usedom!

Der Anlass: Das Natura-2000-Gebiet bei Usedom ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten – und nun aufgrund von Bauplänen in Gefahr. Die Einwohner wollen das verhindern.

Usedom: Container-Terminal auf der Insel?

Die Hafenverwaltung Stettin und Swinemünde plant innerhalb des Schutzgebietes des Natura 2000 einen Container-Terminal. Dadurch könnten große Container-Schiffe aufgenommen werden, die derzeit über die Ostsee fahren. Doch diese Baumaßnahmen stoßen auf Widerstand seitens der Usedomer Einwohner.

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Mit einer Online-Petition wollen die Inselbewohner gegen den Bau des Container-Terminals vorgehen, da dieser eine große Gefahr für die Naturschutzgebiete sei: „Eine derartige Massierung von Industrieanlagen an der Swinemündung und der Pommerschen Bucht wird das sensible Ökosystem der Ostesee und der Küstenlandschaft zerstören.“

Zudem werde durch einen Container-Hafen der LKW-Verkehr deutlich zunehmen und somit auch die Umwelt negativ belasten. Aber auch für die Einwohner und vor allem für den Tourismus könnte ein Bau massive Folgen haben, heißt es in der Petition.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Container-Terminal auf Usedom - Petition soll Bau verhindern

In der Petition heißt es weiter: „Die Bevölkerung vor Ort und in den benachbarten deutschen touristischen Seebädern ist aufgrund der Konzentration potenziell gefährlicher Anlagen in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnorte um ihre Sicherheit besorgt.“

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Das vom geplanten Projekt abgedeckte Gebiet umfasst ungefähr 500 Hektar, darunter auch einen zwei Kilometer langen Strand im Natura-2000-Naturschutzgebiet.

Die Pläne sollen mit der Petition ausgebremst werden. Eine europäische Petition 2018 gegen das Projekt ist allerdings bereits abgelehnt worden. Ob die Aktion dieses Mal mehr Erfolg hat? (oa)

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