Usedom: Menschen wollen auf die Insel – dabei stellt sich etwas Verblüffendes heraus

Touristen sind auf Usedom aktuell nicht erwünscht (Symbolbild).
Touristen sind auf Usedom aktuell nicht erwünscht (Symbolbild).
Foto: imago images/photo2000

Auf der Insel Usedom gibt es einen Grenzübergang nach Polen – doch wer diesen überquert, begibt sich in ein Risikogebiet. Wer anschließend wieder nach Deutschland einreisen will, muss sich beim Gesundheitsamt melden und sich in Quarantäne begeben.

Doch offensichtlich wissen nicht alle von der Regel oder ignorieren sie bewusst (MOIN.DE berichtete). Bei einer Polizeikontrolle am Grenzübergang auf Usedom am Samstag kehrten vier von sechs Fahrzeugen nach einer Belehrung durch die Beamten wieder um und entschieden sich gegen die Einreise nach Polen.

Usedom: Mehrere Menschen gemeldet

Und auch mussten die Beamten vier Einreisende beim Gesundheitsamt melden, weil diese das nicht von selbst getan hatten.

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Auch einen Tag später, am Sonntag, waren die Beamten dann wieder unterwegs und kontrollierten mit acht Personen auf Usedom und im Bereich des Altkreises Uecker-Randow Menschen bei der Aus- und Einreise.

Bei den Ausreisenden ergab sich wieder ein ähnliches Bild: die Insassen von acht Fahrzeugen wurden darauf hingewiesen, dass sie sich bei ihrer Rückkehr aus Polen zu melden und in Quarantäne zu begeben haben. Drei von ihnen kehrten daraufhin lieber wieder nach Hause um.

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Umso erfreulicher – und erstaunlicher – aber die Disziplin bei den kontrollierten Menschen, die aus Polen (wieder) nach Deutschland einreisten.

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Bei den Insassen von 13 Fahrzeugen hatte es nur eine Person gegeben, welche die Beamten beim Gesundheitsamt melden mussten, da Quarantänepflicht bestand und diese dies nicht selbst getan hatte.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck

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Usedom: Polizei wird weiter kontrollieren

Die Polizei wird auch in nächster zeit weiter an den Standorten kontrollieren, sagte Sprecherin Katrin Kleedehn zu MOIN.DE. „Ich denke, wir werden wieder mehr kontrollieren, weil mehr Berufstätige an der Grenze pendeln müssen."

Allerdings wisse man nicht, wie sich die Lage in Polen entwickle und ob es von dort zu Grenzschließungen komme. Für eine Interpretation der derzeitigen Zahlen brauche es noch Zeit, diese seien aber zurückgegangen.

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Usedom: Besondere Regel für Grenzpendler

Für Grenzpendler, die zum Beispiel in Polen arbeiten, gilt laut Landesverordnung eine besondere Regelung. Sie können laut der Polizeisprecherin einen „negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als sieben Tage ist", um der Quarantäne zu entgehen.

Das Bedeutet: einmal wöchentlich zum Abstrich gehen. So entgehen die Grenzpendler aber immerhin der Quarantänepflicht und können ihrer Arbeit weiter nachgehen. Für Touristen ist die Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor untersagt.

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Besonders vor Silvester hatte es Aufregung um den Pendlerverkehr zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Polen gegeben, was teilweise für Wutausbrüche sorgte. Mehr dazu kannst du >>> hier lesen.

Am Montag verzichteten von 30 Autofahrer die Hälfte nach der entsprechenden Belehrung auf die Einreise nach Polen. (rg)

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