Usedom hat immer wieder Ärger mit IHNEN – Bürgermeister kritisiert: „Sehr viel Unvernunft“

Ausflügler auf Usedom am Sonntag.
Ausflügler auf Usedom am Sonntag.
Foto: imago images / Leo

Nach eisigen und kalten Tagen ist es in Deutschland teils wieder sonniger geworden. Das brachte viele Menschen dazu, Tagesausflüge zu unternehmen. Zum Beispiel nach Usedom und Rügen.

Am Wochenende musste die Polizei deswegen viele Menschen wieder zurückschicken, die unerlaubterweise nach Usedom reisen wollten (MOIN.DE berichtete). Erlaubt sind touristische Reisen aus anderen Bundesländern nach Mecklenburg-Vorpommern nämlich weiterhin nicht.

Usedom: Polizeikräfte haben viel zutun

Für viele von ihnen endete der Ausflug an die Ostsee am Samstag schnell. Genau wie in der Vorwoche.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck

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„Auf der Insel hatten Polizeikräfte schwerpunktmäßig mit den Kontrollen an den Inselzufahrten sowie auch an den Grenzübergängen zu Polen zutun“, erklärte die Polizeiinspektion Anklam auf Anfrage von MOIN.DE.

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Schwerpunkte gab es auch fernab der Inseln. Die Beamten standen in Linken, Rollwitz, Boldekow, Züssow, sowie in Ahlbeck, an der Zecheriner Brücke und der Peenebrücke.

Usedom: Bürgermeister wird deutlich

Das Gesamt-Ergebnis vom Wochenende: Am Samstag überprüfte die Polizei allein auf Usedom bis 17 Uhr 250 Fahrzeuge und schickte 50 wieder zurück. Am Sonntag wurden von 10 bis 16 Uhr 238 Pkw aus anderen Bundesländern kontrolliert und 212 Fahrzeuge aus Mecklenburg-Vorpommern selbst.

140 von den 238 kontrollierten PKW aus den anderen Bundesländern konnten ebenso keinen triftigen Grund nachweisen und wurden zurückgewiesen. Gegen 15 Personen gab es eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

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Zinnowitzs Bürgermeister Peter Usemann zeigte sich im Gespräch mit MOIN.DE dankbar: „Ich bin froh, dass die Landespolizei die Zufahrten auf die Inseln zugemacht haben, dass wir nicht diesen ganzen Tagestourismus haben.“

Usedom: „Konnten uns vor lauter Urlauber nicht retten“

Dadurch kämen ja auch die Menschenansammlungen zu Stande. „Da war sehr viel Unvernunft dabei, weil sich viele ins Auto gesetzt haben und die Ostsee genießen wollten, als wäre nichts gewesen“, so Usemann deutlich.

An diesem Wochenende war der Bürgermeister tagsüber selbst nicht in Zinnowitz, aber die Woche davor hat er noch ganz gut in Erinnerung: „Das vergangene Wochenende war schlimm, wo wir uns vor lauter Urlauber und Tagestouristen nicht retten konnten“.

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Auch im Nachbar-Bundesland Schleswig-Holstein musste die Polizei stellenweise an der Ostsee durchgreifen. Mehr dazu kannst du >>> hier lesen. (oa)