Ostsee: Frau stirbt nach Bad im Meer – es sollte anderen eine Warnung sein

Ein Mensch stirbt in der Ostsee, der Grund sollte anderen eine Warnung sein
Ein Mensch stirbt in der Ostsee, der Grund sollte anderen eine Warnung sein
Foto: IMAGO / Future Image IMAGO / localpic

Die Abkühlung in der Ostsee ist in diesem Jahr der nächsten Person zum Verhängnis geworden. Einen Todesfall hatte es zuletzt in Schleswig-Holstein gegeben.

Eine ältere Person starb an den Folgen einer Infektion mit Vibrionen. Sie war trotz Verletzung mit einer offenen Wunde in der Ostsee baden gegangen. Leider hatte das schlimmste Folgen.

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Ostsee: DANN werden Vibrionen gefährlich

Die Vibrionen „Vibrio vulnificus“ kommen natürlicherweise in der Ostsee vor. Bei kälteren Wassertemperaturen sei das Bakterium inaktiv, ist auf der Website des Bundeslandes Schleswig-Holstein zu lesen. Stiegen die Wassertemperaturen aber auf über 20 Grad an, würde es aktiviert werden und auch bei wieder sinkenden Temperaturen noch eine Zeit lang aktiv bleiben.

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10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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Übertragen wird der Erreger über offene Wunden oder durch den Verzehr von rohen Meerestieren.

Betroffen sind vor allem ältere Menschen, die eine schwache Immunabwehr haben oder die aufgrund von Vorerkrankungen in ihrer Immunabwehr geschwächt sind. Dazu zählen auch Menschen mit chronischen Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes oder Lebererkrankungen.

Bei Infizierten kann es zu Gewebezerstörungen kommen, was eine Blutvergiftung zur Folge haben kann. Diese kann schnell lebensgefährlich werden.

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Die verstorbene Person hatte sowohl eine chronische Krankheit als auch eine offene Wunde. Trotzdem ging sie baden. Weil sie sich mit dem Bakterium infizierte, verstarb sie Ende Juli in einer Klinik in Ostholstein.

Wer sich von der Ostsee fernhalten sollte

Zukünftige Besucher der Ostsee sollten aus diesem Fall lernen und sich bei warmen Temperaturen vom Wasser fernhalten, wenn sie eine schwache Immunabwehr und offene Wunden haben.

Generell ist eine Infektion mit Vibrionen zum Glück sehr unwahrscheinlich. Die meisten Fälle treten an der Ostküste der USA auf. In Deutschland gibt es erst seit 1993 wiederholt Einzelfälle von Infizierten.

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Es ist nicht der erste Fall an der Ostsee in dieser Saison. Mitte Juli war bekannt geworden, dass sich ein 80-jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern mit den Bakterien infiziert hat. Weitere Details wurden damals nicht genannt.

In Schleswig-Holstein war es laut Angaben des Gesundheitsministeriums der erste gemeldete Fall gewesen dieses Jahr. Hoffentlich bleibt es auch dabei. (dpa/fk)