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Hochwasser in Deutschland trifft Deutsche Bahn mit voller Wucht – dringender Appell an Zug-Reisende

Nicht nur Straßen und Autobahnen sind überflutet. Das Hochwasser in Deutschland setzt auch der Deutschen Bahn zu. Wo jetzt Züge stillstehen.

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© IMAGO/vmd-images

Richtiges Verhalten im Katastrophenfall

Umweltkatastrophen nehmen aufgrund des Klimawandels auch in Deutschland immer mehr zu. Wie verhält man sich im Katastrophenfall eigentlich richtig?

Überflutungen, Dammbrüche, Erdrutsche – das Hochwasser in Deutschland hält nicht nur unzählige betroffene Einwohner und Tausende Rettungskräfte in Atem. Auch die Deutsche Bahn wird von den Auswirkungen mit voller Wucht getroffen – und das mancherorts sogar wortwörtlich. So geriet in Schwäbisch Gmünd ein ICE in eine Geröll-Lawine.

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Wegen der Unwetterschäden bleibt der Bahnverkehr in Süddeutschland auch am Montag (3. Juni) stark beeinträchtigt. Die Deutsche Bahn richtete in der Nacht auf Montag einen dringenden Appell an alle Kunden, die eine Zugfahrt planen: „Wir raten von Reisen in die betroffenen Hochwassergebiete in Bayern und Baden-Württemberg ab und empfehlen, nicht notwendige Reisen zu verschieben. Bitte rechnen Sie zusätzlich damit, dass es bei den noch verkehrenden Zügen zu einer sehr hohen Auslastung kommt.“

Deutsche Bahn: Nah- und Fernverkehr stark eingeschränkt

Der Fernverkehr (ICE, IC usw.) könne München derzeit von Norden und Westen aus nicht anfahren, betonte die Deutsche Bahn. Der Nahverkehr in Bayern bleibe ebenfalls stark beeinträchtigt. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden in Stuttgart, Nürnberg und München sogenannte Aufenthaltszüge eingerichtet, in denen gestrandete Fahrgäste unterkommen konnten.

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Zu Zug-Ausfällen kommt es auch auf den Strecken zwischen München und Berlin sowie zwischen Stuttgart und Frankfurt. Bei den noch fahrenden Zügen müssten Reisende mit einer hohen Auslastung rechnen.

Hochwasser in Deutschland: Bahn-Reisende dürfen später fahren

Die Deutsche Bahn hat unterdessen ihre Kulanzregelung auf Montag ausgeweitet. Wer bis einschließlich Sonntag (2. Juni) eine Fahrkarte für den Zeitraum Sonntag/Montag gekauft hatte und seine Fahrt wegen des Hochwassers verschieben muss oder möchte, kann später reisen. Die Zugbindung sei für diese Fahrkarten aufgehoben, teilte die Deutsche Bahn mit.

Am Sonntag waren mehrere Fernverkehrsstrecken im Süden betroffen. Züge fielen aus, unter anderem auf den Strecken München-Nürnberg-Berlin, Stuttgart-Mannheim-Frankfurt sowie Karlsruhe-Stuttgart-Crailsheim-Nürnberg und Karlsruhe-Stuttgart-Ulm-Augsburg-München. 


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Am Samstagabend waren zwei Waggons eines ICE mit 185 Passagieren an Bord im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd nach einem Erdrutsch entgleist. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde niemand verletzt. Die für den Fernverkehr wichtige Strecke zwischen Stuttgart und München war zwischenzeitlich gesperrt. Der Zug wurde am Sonntag geborgen. (mit dpa)