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Experte zu AfD sicher – „Erfolgskurs ist gestoppt worden“

Seit den Anti-AfD-Protesten hat die Partei einige Prozente verloren. Ein Soziologe ist sich sicher, dass der Erfolgskurs nun zu Ende ist.

© IMAGO / Steinach

Björn Höcke hält Rede zu Migration und Sozialleistungen

Björn Höcke hält am 24. Januar 2024 eine Rede bei einem Bürgerdialog in Neustadt am Rennsteig. Die Themen: Migration und Sozialleistungen.

Deutschlandweit sind in den letzten Wochen Tausende Menschen gegen die AfD und den aufsteigenden Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Die Protestwelle zeigt bisher auch eine Wirkung.

Denn die Prozente der Rechts-Partei wurden in den Umfragen deutlich gekippt. Aber bleibt der Abrutsch überhaupt und weitet er sich noch mehr aus? Ein Soziologe findet dazu deutliche Worte.

++ Dazu interessant: Anzeigen nach Ausraster gegen AfD-Wähler in RTL-Interview: „Kotzt ihnen ins Gesicht!“ ++

AfD-Protest trägt Früchte

Nach der Protestwelle in Deutschland rechnet der Soziologe Ortwin Renn künftig nicht mehr mit wachsender Zustimmung für die AfD. „Vom konservativen bis zum linken Spektrum haben sich viele Menschen bei Demonstrationen versammelt. Dieses Signal wird Wirkung haben“, sagte Renn der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Der Erfolgskurs der AfD ist gestoppt worden.“ Er rechne nicht mehr mit weiteren Zuwächsen für die Partei, sondern mit einer Trendumkehr.

Das machen auch Verluste für die AfD in neueren Umfragen auf Bundesebene deutlich. „Viele von denjenigen, die die AfD aus Protest wählen wollten, überlegen es sich jetzt anders“, meinte Renn. Die demokratischen Parteien hätten nun die Chance, diese Bewegung für sich zu nutzen und wieder mehr Bürger auf ihre Seite zu ziehen. Renn rät der Ampel-Koalition auch, in Abgrenzung zur AfD eine humane Migrationspolitik zu vertreten. Dazu sollten sie aufzeigen, was rechtlich überhaupt umsetzbar sei.

Anti-Rechts-Demos nach Recherche

Nach Umfragen im Januar – bevor das Treffen rechter Radikaler in Potsdam Wellen schlug – wäre die AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg in diesem Jahr stärkste Kraft. Auslöser der Protestwelle in Deutschland war ein Bericht des Medienhauses „Correctiv“ vor rund einem Monat über ein Treffen Rechter am 25. November in Potsdam. Daran hatten auch AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der konservativen Werteunion teilgenommen.


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Der frühere Kopf der Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, sprach bei dem Treffen in Potsdam über „Remigration“. Wenn Rechtsextremisten diesen Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll, auch unter Zwang. (mit dpa)