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Flaggen-Verbote an Autos – DAS musst du vor der EM wissen

Die Euphorie kennt kurz vor der EM keine Grenzen, doch bei den anstehenden Jubelstürmen ist Vorsicht geboten. Hier drohen Strafen.

Die Euphorie kennt vor der Europameisterschaft keine Grenzen, doch diese Regeln solltest du beim Jubeln unbedingt beachten.
© IMAGO/Rainer Unkel

Armin Laschet im EM-Interview: "Nagelsmann hat es gut hingekriegt"

Armin Laschet ist nicht nur Politiker, sondern auch leidenschaftlicher Fußballfan. Im Interview verrät er, worauf es aus seiner Sicht ankommt, damit Deutschland eine erfolgreiche EM spielt.

Die Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land steht unmittelbar vor der Tür. In wenigen Stunden erfolgt der erste Tritt gegen den EM-Ball, die Euphorie im Land ist riesig. Die Diskussion um die Kapitänsbinde in Katar hat gezeigt, wie sehr politische Kontroversen die sportliche Leistung beeinflussen und übertünchen können.

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Entsprechend wird viel Wert darauf gelegt, dass diese EM nicht zu einem Politikum wird. Doch schon kurz vor Anpfiff droht genau das einzutreffen, im Mittelpunkt des Spannungsfeldes stehen die Auto-Flaggen.

EM 2024: Hier drohen hohe Geldstrafen

Ein Rückblick in das Jahr 2014: Mario Götze wird in der 88. Spielminute im WM-Finale von Rio de Janeiro gegen Argentinien eingewechselt. Sein großer Auftritt folgt in der Verlängerung: In der 113. Minute nimmt er eine Flanke von André Schürrle mit der Brust an und haut den Ball mit links in die Maschen. Der Rest ist Geschichte.

Binnen Sekunden füllen sich die Straßen der Republik. Jubeltrauben und Autokorsos fluten die großen Plätze, oberhalb sämtlicher Fensterscheiben flattern Deutschlandfahnen im Fahrtwind. Die Auto-Flaggen sind fast schon eine Institution und fester Bestandteil großer Turniere. So wollen die Fans sie auch bei dieser EM aus den Garagen herauskramen und die Unterstützung für ihr Land regelrecht herausposaunen. Doch ganz so unproblematisch ist das nicht!

Das Bundesinnenministerium teilt jetzt mit, dass nur ganz bestimmte Deutschlandflaggen gehisst werden dürfen. Während das schlichte Schwarz-Rot-Gold unproblematisch ist, bereitet die Abbildung des Bundesadlers Kopfzerbrechen. Sobald dieser abgebildet ist, drohen Geldstrafen von bis zu 1.000 Euro! Der Grund lässt aufhorchen:

„Aufgrund von Anzeigen oder Hinweisen verfolgt und ahndet das Bundesverwaltungsamt die unbefugte Benutzung von Hoheitszeichen des Bundes gemäß § 124 Ordnungswidrigkeitengesetz. Zu den Hoheitszeichen des Bundes gehören das Wappen des Bundes, der Bundesadler und die Dienstflagge des Bundes.“

Protokoll Inland der Bundesregierung

Noch strenger ist das Gebot für Bundespolizisten. „Insbesondere das Neutralitätsgebot und verkehrsrechtliche Regelungen (…) stehen einer Beflaggung von Dienstfahrzeugen grundsätzlich entgegen“, erklärt das Bundesinnenministerium. Auf der Dienstkleidung und auf den Polizeiautos sind Deutschlandfahnen tabu.

Flaggen-Chaos: Ausnahmen sorgen für Besänftigung

Um die Euphorie nicht zu bremsen und die Stimmung nicht kippen zu lassen, wird bei Großereignissen wie der EM eine Ausnahme gemacht. Die Nutzung von Flaggen mit aufgedruckten Adlern wird während der Spiele als Symbol der nationalen Verbundenheit gewertet.


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Bedeutet konkret: Das Tier auf der Flagge wird als „sozialadäquat“ empfunden und in diesem konkreten Fall nicht bestraft!

Vorsicht ist darüber hinaus bei der Anbringung des Autoschmucks gefragt, auch hier droht der Griff ins Portemonnaie. „Scheinwerfer, Blinker und Kennzeichen dürfen durch den Schmuck nicht verdeckt werden. Blinkende und leuchtende Dekorationen sind im und am Auto grundsätzlich nicht gestattet und können zu Verwarnungsgeldern von mindestens 20 Euro führen, bei Unfällen sind auch Punkte in Flensburg möglich“, warnt Rechtsanwalt Tom Louven im Interview mit der Tageszeitung „Volksstimme“.