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Führerschein-Rabatt von 1.000 Euro – das wollen ausgerechnet die Grünen!

Ein Führerschein für Fahranfänger ist teuer. Für manche junge Menschen fast unbezahlbar. Dagegen will eine Spitzen-Grüne was tun.

© IMAGO / Marius Schwarz, IMAGO / Future Image

Mit 15 am Steuer: Jugendliche Autofahrer in Schweden

Sie sind zu jung für einen Autoführerschein und dürfen doch am Steuer sitzen: Schwedische Jugendliche ab 15 Jahren können Auto fahren, wenn sie einen Roller- bzw. Traktor-Führerschein haben und das Fahrzeug nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde fährt. Die sogenannten A-Traktoren erfreuen sich vor allem bei Stadtkindern zunehmend großer Beliebtheit. Doch die Regelung ruft auch Kritiker auf den Plan.

Erste-Hilfe-Kurs, Grundgebühr für die Fahrschule, Sonderfahrten, Übungsstunden, Lernmaterial, Prüfungskosten und so weiter. Wer als junger Mensch den Führerschein machen will, muss eine Menge Kohle gespart haben. Oder spendable Eltern. Laut ADAC zahte die Mehrheit der Fahranfänger 2023 zwischen 2.500 bis 3.500 Euro für den Führerschein. Jeder Fünfte sogar bis zu 4.500 Euro!

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Ausgerechnet aus den Reihen der Grünen, die sonst eher für den Ausbau von Bus und Bahn oder für mehr Radwege werben, kommt nun ein Auto-Vorschlag!

Staatliche Förderung für den Führerschein

Katharina Schulze, Fraktionschefin und prominentestes Gesicht der Partei in Bayern, fordert nun auf Instagram einen „Azubi-Führerschein“. Die Kosten für den Führerschein seien für viele junge Leute „nicht stemmbar“. Dabei seien sie in der Ausbildung auf ein eigenes Auto angewiesen.

Deswegen möchte Schulze einen staatlichen Zuschusss: „Der Freistaat Bayern gibt 500 Euro und der Arbeitgeber. Und somit sparen sich Auszubildende 1.000 Euro für den Führerschein“, erläutert Schulze ihre Idee.

Viele sind überrascht: „Ich dachte, die Grünen wollen keine Autos?“

Interessant dabei: Schulze betont, dass im ländlichen Raum der Bus nicht oft und zuverlässig fährt. Mit einem eigenen Führerschein wäre man weniger angewiesen „auf das Eltern-Taxi“. Das sind Perspektiven, die bei Großstadtgrünen wie in Berlin keine Rolle spielen.

Interessant dabei: Schulze betont, dass im ländlichen Raum der Bus nicht oft und zuverlässig fährt. Mit einem eigenen Führerschein wäre man weniger angewiesen „auf das Eltern-Taxi“. Das sind Perspektiven, die bei Großstadtgrünen wie in Berlin keine Rolle spielen. Die Grünen in Bayern müssen dagegen andere Lebenswelten repräsentieren, weil Bayern weitaus ländlicher geprägt ist.


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Deshalb zeigen sich nicht wenige Follower über die Forderung von Katharina Schulze verwundert. „Ich dachte, die Grünen wollen keine Autos mehr?!“, heißt es beispielsweise in den Komemntare. „Bin überrascht“, gesteht ein anderer. Weitere fragen nach, wieso Studenten keine solche Zulage bekommen sollten.