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Habeck schaut in die Röhre: Gar kein grüner Kanzlerkandidat mehr nötig?

Für Habeck dürfte das Ergebnis der Europawahl ein schlechtes Signal sein. Dieser hatte wohl schon die Kanzlerkandidatur vor Augen.

Robert Habeck und die Grünen erlebten zur Europawahl einen Dämpfer.
u00a9 IMAGO / Ardan Fuessmann; IMAGO / Andreas Franke

Klatsche für Grüne und Kanzlerpartei SPD - Union gewinnt Europawahl

Die Regierungsparteien haben bei der Europawahl herbe Verluste erlitten. Das sind die Gewinner und Verlierer.

Schwere Schlappe für die Grünen zur Europawahl. Für die Habeck/Baerbock-Partei purzelten die Prozente in den Keller. 11,9 Prozent holten sie nur und verloren dabei 8,6 Prozent im Gegensatz zur Wahl 2019.

Nicht nur für die Partei, sondern auch für Robert Habeck dürfte das ein schlechtes Signal sein. Denn dieser hat wohl schon ein großes Karriereziel vor Augen: Bundeskanzler

++ Dazu interessant: Europawahl: Bitterer Absturz für die Grünen – jetzt rächt sich die Ampel ++

Habeck als Kanzler 2025?

Eigentlich war Vize-Kanzler Robert Habeck bereits durch sein Heizungsgesetz angeschlagen. Das Ergebnis zur Europawahl kommt jetzt auch noch obendrauf. Nicht mal in seinem Heimatort Flensburg konnte er ein gutes Wahlergebnis holen. Das dürfte seinem Karriereziel nicht unbedingt in die Karten spielen. Nach Medienberichten soll er es zwar nicht aussprechen, aber Habeck hat wohl das Amt des Bundeskanzlers im Auge. Demnach arbeite er mit seinem Team längst daran, dass es für die Bundestagswahl 2025 auf ihn als Kanzlerkandidaten bei den Grünen hinausläuft.

Schon in den letzten Wochen fiel er immer wieder damit auf, die Debatten und Auftritte zu dominieren. Jüngstes Beispiel sind die Hochwassergebiete in Süddeutschland, in denen er sich bei den Betroffenen als staatsmännischer Zuhörer präsentierte.

Kanzlerfrage fast egal

Das enttäuschende Wahlergebnis könnte jetzt aber das Baerbock-Lager stärken. Dieses baute sich ohnehin stärker aus. Viele werfen dem Vize-Kanzler nämlich vor, eine immer wirtschaftsfreundlichere Politik zu führen, was in Teilen der Partei nicht gerade auf Begeisterung stößt. So verteidigte Habeck jüngst den Sponsorenvertrag des Rüstungskonzerns Rheinmetall mit Borussia Dortmund. Sollten sowohl er als auch Baerbock die Kandidatur anstreben, hatte die Parteiführung angekündigt, die rund 134.000 Mitglieder zu befragen.


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Sowohl für Habeck als auch die Grünen sollte es zumindest klar sein, dass es für eine Kursänderung höchste Zeit wird. Sonst ist es letztendlich egal, wer von den beiden die Kandidatur antritt.

Die Partei sei sich nach der gestrigen Niederlage bei der Europawahl einig, dass sich in der Regierungspolitik der Ampel einiges ändern müsse. Man habe sehr viele Dinge auf den Weg gebracht, „aber offensichtlich ist es nicht bei den Menschen angekommen. Es wird darum gehen, Vertrauen zurückzugewinnen“, so Emily Büning, Bundesgeschäftsführerin der Bündnisgrünen gegenüber „phoenix“.