Sebastian Vettel: Versaut Ferrari ihm jetzt sogar den Neustart bei Aston Martin?

Sebastian Vettel: Das ist seine Karriere
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Fünf Jahre Ferrari brachten nicht den gewünschten Erfolg. Am Ende wurde es gar ein Desaster. Nun macht die Scuderia Sebastian Vettel auch bei seinem Neustart bei Aston Martin das Leben schwer.

Seit Jahresbeginn ist es endlich soweit: Sebastian Vettel startet bei seinem neuen Team Aston Martin Racing. Das Kapitel Ferrari ist geschlossen.

Doch der Einstieg von Vettel beim neuen Werksteam der Formel 1 könnte komplizierter und schwieriger kaum sein. Dem viermaligen Weltmeister droht ein Katastrophen-Start in die neue Saison.

Sebastian Vettel: Ferrari-Seitenhieb und neue Trainingsbestimmungen

Mitte März geht es wieder los: Dann soll die Weltmeisterschaft 2021 wie gewohnt in Melbourne starten.

Bis dahin gilt es für alle Fahrer, die ein neues Team haben, das Umfeld, die Crew und das Auto so gut es geht kennen zu lernen.

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Das ist Sebastian Vettel:

  • Geboren am 3. Juli 1987 in Heppenheim.
  • Vettels Heimkartbahn war der Erftlandring. Dort hatte zuvor schon Michael Schumacher seine ersten Fahrversucheversuche im Motorsport gemacht.
  • 2007 schaffte Vettel den Sprung in die Formel 1, wo er zunächst für BMW Sauber und Toro Rosso an den Start ging.
  • 2009 folgte sein Wechsel zu Red Bull. Dort feierte er von 2010 bis 2013 vier WM-Titel in Serie.
  • 2015 wechselte Vettel zu Ferrari. Mit der Scuderia blieb ihm der große Wurf jedoch verwehrt.
  • 2021 wechselte er dann zum neuen Team Aston Martin (ehemals Racing Point).

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Am einfachsten ließe sich dies auf der Strecke unter realen Bedingungen testen, doch genau da liegt der Knackpunkt für viele, und ganz besonders für Vettel und Aston Martin. Der Heppenheimer bekam von seinem alten Arbeitgeber Ferrari einen wahren Seitenhieb als Abschiedsgeschenk.

Nach dem letzten Saisonrennen wäre es Fahrern, die ihr Team wechseln, erlaubt gewesen, bereits vor Neujahr in älteren Boliden ihres neuen Teams zu testen. Doch die Scuderia verweigerte Vettel die Freigabe, sodass dieser seit Saisonende verdonnert ist, die Füße stillzuhalten.

Vettels einzige Chance, den Aston Martin richtig kennen zu lernen, bietet sich bei den Wintertests Anfang März in Barcelona. Dort wartet allerdings ein weiteres Problem. Die Tests wurden auf mickrige drei Tage, früher waren bis zu acht Tage üblich, eingestampft.

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Die Formel-1-Teams 2021*:

  • Mercedes: Bottas/?
  • Red Bull: Verstappen/Perez
  • Aston Martin: Vettel/Stroll
  • Ferrari: Leclerc/Sainz
  • McLaren: Norris/Ricciardo
  • Alpine: Alonso/Occon
  • Williams: Latifi/Russel
  • Alfa Romeo: Giovinazzi/Räikkönen
  • Haas: Schumacher/Mazepin
  • Alpha Tauri: Gasly/Tsunoda

*Stand: 4. Januar 2021

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Weil jedes Team dabei nur ein Auto für beide Fahrer benutzen darf, bleiben Vettel sogar gerade mal anderthalb Tage Zeit zum Testen, bevor es wenige Wochen später bereits um die ersten Punkte der neuen Saison geht.

Theoretisch blieben ihm auch noch die freien Trainings vor dem großen Preis von Australien – doch auch hier wird es zu weiteren Abstrichen kommen. Vettels Kennenlern-Zeit für sein Auto ist also mehr als knapp bemessen.

Einziger Ausweg: Simulatoren

Gut zweieinhalb Monate werden vergangen sein, ehe der Heppenheimer wieder auf vier Reifen und mit über 300 km/h unterwegs sein wird. Bis dahin bleiben ihm und auch Fahrern wie Daniel Ricciardo (zu McLaren) oder Carlos Sainz (Vettels Erbe bei Ferrari) lediglich die Simulatoren, um sich vorzubereiten.

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Eine bei vielen Fahrern ungeliebte Alternative, weil man dort „die Eigenheiten des Autos und das Lenkrad nicht kennen“ lernt, wie Sainz, ebenfalls Team-Wechseler und Vettel-Nachfolger bei Ferrari, bereits erklärte.

Vettel-Nachfolger Sainz flucht über reduzierte Testfahrten

„Das wird meine erste Saisonhälfte bei Ferrari sehr schwierig machen, genauso wie für Fernando, Ricciardo und andere Fahrer, die das Team wechseln“, flucht Sainz. „Ich verstehe nicht, warum es nur drei Tage, eineinhalb pro Fahrer, sind. Ich bin nicht dafür, besonders, weil es während der Saison keine Testfahrten gibt.“

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Ohne richtige Testzeit droht Vettel zum Saisonstart eine Katastrophe und vielleicht weiteres unbefriedigendes Jahr – trotz neuen Teams.

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