Hamburger SV: Stadt erlaubt mehr als 1.000 Zuschauer in Stadien – doch für HSV-Fans hat die Sache einen Haken

Hamburger SV: Wieder Fans erlaubt, doch die Sache hat einen Haken.
Hamburger SV: Wieder Fans erlaubt, doch die Sache hat einen Haken.
Foto: imago images / ActionPictures

Diese Nachricht klingt für die Fans des Hamburger SV zunächst wie ein kleiner Traum. Der Hamburger Senat erklärte: Ab dem 10. September können wieder Stadionveranstaltungen unter freiem Himmel mit mehr als 1.000 Personen genehmigt werden.

Doch Vorsicht, HSV-Fans! Die Sache hat einen Haken, der für den Hamburger SV ziemlich bitter und unfair erscheint.

Hamburger SV: Die Regel hat einen großen Haken!

Mehr als 1.000 Zuschauer im Stadion mit entsprechendem Hygienekonzept sind erlaubt. Voraussetzung sei, dass mehr als 10.000 Plätze vorhanden sind und es kein festes Dach gibt. Das erfüllt das Hamburger Volksparkstadion. Erst mal klingt das wie ein großer Schritt nach vorne. Doch für die Fans des Hamburger SV ist es das keineswegs.

Diese Regelung gilt nämlich nur für „Veranstaltungen mit herausragender Bedeutung für Deutschland“. „Dies ist keine regelhafte Genehmigung von Bundesliga-Veranstaltungen“, erklärte Sozialsenatorin Melanie Leonhard. Bedeutet: Für den HSV und den FC St. Pauli gilt die Regelung nicht. Die Zweitliga-Spiele der Vereine finden wohl weiter nicht mit mehr als 1.000 Zuschauern statt.

Tennis erlaubt, aber HSV-Spiele nicht

Einen bitteren Beigeschmack gibt es auch: Während die Fußball-Spiele weiterhin ohne Fans stattfinden sollen, erlaubt der Hamburger Senat Zuschauer beim Tennis-Turnier am Rothenbaum Ende September.

„Das traditionsreiche Tennisturnier am Rothenbaum wird die erste Sportveranstaltung mit einer größeren Zuschauerzahl in Hamburg sein. Ich freue mich, dass wir in diesem Fall über die Grenze von 1.000 Besuchern hinausgehen können. Die vom Senat getroffene Entscheidung ist ein wichtiges Signal. Wir konnten einen weiteren Schritt hin in Richtung Normalität im Sport tun – besonnen und verantwortungsvoll“, erklärte Sport- und Innensenator Andy Grote.

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Wieso beim HSV, einem Stadion mit 57.000 Plätzen, weniger Zuschauer dabei sein dürfen als bei einem Tennis-Turnier mit einer Stadionkapazität von 10.000 Plätzen, ist nicht ganz klar. Die einzige Begründung ist, dass die Regelung nur für „Veranstaltungen mit herausragender Bedeutung für Deutschland“ gelte.

Hamburger SV bleibt optimistisch

Der Hamburger SV bleibt trotzdem positiv und hofft, dass bis zum Eröffnungsspiel gegen Fortuna Düsseldorf die Regel auch für den HSV gelte. Vorstand Frank Wettstein sagte der „Hamburger Morgenpost“: „Wir betrachten diese neuen Entwicklungen als positives Signal und sind weiter im engen Austausch mit den Behörden, mit der Absicht, möglichst schon zu unserem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf unsere Fans begrüßen zu können.“ (fs)