HSV-Profi Toni Leistner packt aus: Als Zuschauer DAS sagte, brannten ihm die Sicherungen durch

HSV-Profi Toni Leistner erklärte seinen Ausraster.
HSV-Profi Toni Leistner erklärte seinen Ausraster.
Foto: imago images

Hamburg. Es war der Aufreger der ersten DFB-Pokalrunde!

Nach dem peinlichen Pokal-Aus des HSV gegen Dynamo Dresden (1:4) wollte der Ex-Dresdener Toni Leistner sich bei Sky zum Interview stellen. Doch dann stieg er auf die Tribüne, ging auf einen Dresden-Anhänger zu und packte ihn sich am Schlafittchen.

HSV-Profi Leistner erklärt Aussetzer

Jetzt packt der HSV-Profi aus und erklärte gegenüber „SportBild“ wie es zu dem Ausraster kam. Demnach soll der Fan in Richtung Leistner geschrien haben, dass er seine hochschwangere Frau so attackieren wolle, dass sie ihr Kind verliere.

„Das war auch der Grund, warum bei mir komplett die Alarmglocken angingen“, gesteht der 30-Jährige. „Meine Frau saß ja auch im Stadion, nur einen Block weiter. Für mich ist meine Familie immer heilig, und darum war für mich klar: Ich muss meine Frau verteidigen, ich will den jungen Mann zur Rede stellen. Ich war im Tunnel, voller Adrenalin, deshalb bin ich in den Block gegangen.“

Es ging gegen Leistners hochschwangere Frau

Zuvor hatte der Ex-Dynamo-Spieler im Dresden-Block noch Autogramme gegeben. „Doch dann wurde ich vor allem von einem Fan durchgängig beleidigt.“ Durch die unmittelbare Nähe und da bis zum Interviewstart noch einige Minuten vergingen, bekam er alles mit.

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„Dass man als Fußballprofi als Vereinsverräter oder mit anderen Ausdrücken beschimpft wird, muss man vielleicht abkönnen. Aber es ging immer mehr gegen meine Familie, gegen meine hochschwangere Frau, die nur ein paar Meter weiter saß.“

Kleines Mädchen in Angst

Leistner sah Rot und stürmte in den Block. Ein Video dokumentiert die Vorgänge. Besonders eine Sache beschäftigte den zweifachen Vater: „Meine Frau und ich haben uns noch am Abend nach dem Spiel das Video angeschaut. Das, was mich eben am meisten schockierte, war das kleine Mädchen auf dem Video und ihre Angst. Weil es dachte, ich wollte ihren Vater angreifen. Aber das wollte ich nicht, und er wollte nur schlichten.“

Der machte die Familie ausfindig und entschuldigte sich. Auch mit dem Pöbel-Fan hat er sich inzwischen ausgesprochen. Der Anhänger habe sich bei Dynamp gemeldet, mit der Bitte, dass sich Leistner bei ihm meldet. Die beiden telefonierten anschließend fünf Minuten: „Er meinte, dass viel Alkohol im Spiel gewesen sei, und erzählte mir ein, zwei private Dinge und dass er dafür ein Ventil gesucht habe“, erzählte Leistner gegenüber „SportBild“.

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Mittlerweile ist Leistner Vater einer gesunden Tochter geworden. Für die Kleine hatte er zuletzt Zeit - denn der DFB verhängte für den Vorfall vier Spiele Sperre gegen den Hamburger. Da nur zwei davon für die Liga gelten, kehrt er gegen Aue zurück in die HSV-Elf. (ms)