Sebastian Vettel: Motorsport-Legende geht heftig mit Aston Martin-Pilot ins Gericht – „Das geht einfach nicht“

Sebastian Vettel: Das ist seine Karriere

Sebastian Vettel: Das ist seine Karriere

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Groß waren die Hoffnungen für Sebastian Vettel, doch das erste Jahr bei Aston Martin endet ernüchternd. Der viermalige Formel 1-Weltmeister versank mit seinem neuen Rennstall im Mittelmaß, statt mit den Top-Teams um Podiumsplätze zu kämpfen.

Stattdessen sorgte Sebastian Vettel abseits der Rennstrecke immer wieder mit politischen Botschaften für Aufmerksamkeit. Damit machte er sich scheinbar nicht überall Freunde. Das zeigt sich auch jetzt wieder: Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck äußert deutliche Kritik.

Sebastian Vettel: Stuck bewertet erstes Jahr bei Aston Martin

Zwölfter in der Fahrerwertung, nur 43 WM-Punkte und lediglich ein Podiumsplatz in der ganzen Saison – so lauten die durchwachsenen Zahlen von Vettels Debütsaison beim britischen Rennstall. Nach seinem desaströsen Abschiedsjahr bei Ferrari wollte er eigentlich wieder vorne angreifen.

Vettels fahrerische Klasse ist immer noch vorhanden, das zeigte er beispielsweise beim Rennen in Baku. Insgesamt ließ er sein Talent jedoch zu selten durchscheinen. Allerdings leistete auch das Auto nur selten das, was man sich vor Saisonbeginn erhofft hatte.

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„Vettel hat im Aston Martin in dieser Saison ein paar Highlights gesetzt, aber ansonsten muss ich sagen, dass ich persönlich ein wenig enttäuscht bin“, urteilt Hans-Joachim Stuck daher gegenüber „Eurosport“. „Da war nicht viel Besonderes dabei.“

Stuck über Vettel: „Wo sind wir denn?“

Zudem stört sich der zweimalige Sieger des legendären 24-Stunden-Rennens in Le Mans an Vettels Aktivitäten außerhalb seines Wagens. „Gerade bei solchen Aktionen wie in Zandvoort, als er einem Streckenposten den Feuerlöscher weggenommen hat, muss ich sagen, dass man so etwas nicht macht“, meint Stuck bei „Eurosport“.

Im ersten freien Training hatte Vettel seinen Wagen mit einem technischen Defekt am Streckenrand parken müssen. Weil ihm die Marshalls zu langsam reagierten, schnappte er sich kurzerhand selbst einen Feuerlöscher und versuchte den Motor selbst zu löschen.

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Noch drastischer wird Stuck bei der politischen Agenda Vettels, der sich in diesem Jahr klar zu den Grünen bekannt hatte. „Auch bei seinen Aussagen, dass er für ein Tempolimit auf der Autobahn ist, bin ich der Meinung, dass man ihm seinen Dienstwagen wegnehmen sollte“, donnert der 70-Jährige. „Wo sind wir denn? Das geht einfach nicht.“

Ungeachtet der Kritik wird Vettel auch im kommenden Jahr im Aston Martin sitzen. Er wurde als Fahrer für 2022 bestätigt. (mh)