Sky und DAZN in der Zwickmühle: Wird die Fan-Rückkehr in die Stadien ein Problem?

Sky und DAZN stecken in einer Zwickmühle.
Sky und DAZN stecken in einer Zwickmühle.
Foto: imago images/Sven Simon

Die Bundesliga atmet auf. Schon an diesem Wochenende dürfen die Zuschauer teilweise in die Stadien zurückkehren. Für die Medienpartner der Liga Sky und DAZN hat das natürlich auch etwas Gutes. Durch die Atmosphäre werden die Übertragungen wieder ansehnlicher.

Jedoch befinden sich DAZN und Sky auch in einer Zwickmühle. Denn Fans in den Stadien könnten einen entscheidenden Nachteil haben.

Sky und DAZN: Abo-Rückgang für Bezahlsender?

Anfang März fanden letztmals Bundesliga-Spiele mit Zuschauern statt. Danach erreichte die Corona-Pandemie auch den deutschen Fußball. Nach einer wochenlangen Pause konnte die Saison doch zu Ende gespielt werden – mit der Einschränkung, dass die Spiele nur vor einer Geisterkulisse stattfanden.

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Der erste Spieltag der Saison 20/21:

  • Freitag, 18. September:
    Bayern München – Schalke 04 (DAZN)
  • Samstag, 19. September:
    Eintracht Frankfurt – Arminia Bielefdeld
    Union Berlin – FC Augsburg
    1. FC Köln – 1899 Hoffenheim
    Werder Bremen – Hertha BSC Berlin
    VfB Stuttgart – SC Freiburg
    Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach (alle Sky)
  • Sonntag, 20. September:
    RB Leipzig – Mainz 05
    Wolfsburg – Leverkusen (alle Sky)

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Die einzige Möglichkeit für Fans die Spiele in dieser Phase live zu verfolgen waren die beiden Rechteinhaber. Sowohl Sky als auch DAZN konnten steigende Abozahlen verbuchen. Eine Umfrage unter Fußballfans ergab, dass bis zu 30 Prozent der Fans explizit nur für die Geisterspielphase ihr Abo abschlossen.

Daher könnte auf die Bezahlsender mit der teilweisen Fan-Rückkehr Abo-Einbrüche zukommen. Besonders für DAZN könnte es ganz bitter werden. Weil der Streamingdienst hauptsächlich auf monatlich kündbare Abos setzt, könnte sich der Effekt relativ bald einstellen und noch verstärken, wenn langsam immer mehr Zuschauer in Stadien zugelassen werden.

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Sky hingegen ist in dieser Hinsicht etwas besser gerüstet, setzt der Pay-TV-Anbieter hauptsächlich doch eher auf Vertragsmodelle die ein oder zwei Jahre laufen. Dort könnte es dann im kommenden Jahr zu Einbrüchen kommen, besonders, wenn der Sender ab 2021 weitere Bundesligarechte abtreten muss.

Lediglich bei den für einen Tag geltenden „Sky-Tickets“ könnte es bereits bei den kommenden Übertragungen zu einer negativen Entwicklung kommen.

Einheitliche Fan-Lösung

Am Dienstag hatten die Bundesländer mitgeteilt, dass man sich für die Rückkehr von Zuschauern bei Sportveranstaltungen auf eine einheitliche Lösung geeinigt habe. Diese sieht zunächst eine sechswöchige Testphase vor, in der eine Auslastung von 20 Prozent pro Stadion erlaubt ist.

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Ende Oktober soll die Lage dann neu bewertet und die Vereinbarung gegebenenfalls angepasst werden. Zuletzt galten im DFB-Pokal in jedem Bundesland andere Regeln. Während in NRW lediglich 300 Fans erlaubt waren, waren beim Spiel Dresden gegen den HSV über 10.000 Fans im Stadion. (mh)