Nordsee: Sturm wütete über die Küste – hier tobte das Unwetter besonders brutal

In der Nacht zu Donnerstag und am Donnerstagmorgen zog Sturmtief „Goran“ an der Nordsee-Küste von Westen nach Osten entlang.
In der Nacht zu Donnerstag und am Donnerstagmorgen zog Sturmtief „Goran“ an der Nordsee-Küste von Westen nach Osten entlang.
Foto: imago images / Die Videomanufaktur

An der Nordsee-Küste zog am Donnerstag in der Nacht Sturmtief „Goran“ von Westen nach Osten. Polizei und Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.

Dennoch fällt eine erste Schadensbilanz glimpflich aus. Meist blieb es bei Sachschäden. Auf einer Nordsee-Insel tobte der Sturm aber besonders heftig.

Nordsee: Hier tobte der Sturm besonders brutal

So registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf der Insel Spiekeroog mit einem Wert von 104 die höchste Windgeschwindigkeit. Im Nordwesten tobte der Sturm vor allem am Donnerstagmorgen zwischen 7.00 und 8.00 Uhr, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Oldenburg sagte.

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Allein in den Morgenstunden gingen aus den Regionen um Cloppenburg, Oldenburg und Friesland rund 100 Meldungen ein. Meist sorgten umgekippte Bäume, herabgefallene Äste und verschmutzte Fahrbahnen für Verkehrsbehinderungen.

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Auch im Emsland und in Ostfriesland registrierte die Polizei bis zum Mittag insgesamt rund 100 Notrufe. Nahe Riepe im Landkreis Aurich wurde ein kleinerer Lastwagen von einer Sturmböe erfasst und in den Straßengraben geschleudert, wie eine Polizeisprecherin in Aurich mitteilte.

Nordsee: Auch Ostfriesland betroffen

Der Wagen blieb kopfüber liegen und musste aufwendig geborgen werden. Der 41 Jahre alte Fahrer wurde aber nur leicht verletzt.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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In Oldenburg und im ostfriesischen Rhauderfehn kamen jeweils zwei Autofahrerinnen mit einem Schrecken davon, als Äste und Bäume vor ihre Fahrzeuge fielen. Die Autofahrerin in Oldenburg verletzte sich leicht.

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Im Kreis Stade zählte die Polizei bis zum Mittag etwa zehn sturmbedingte Einsätze. Dort stürzten kleinere Bäume um, Dachpfannen wurden aufgewirbelt.

Nur geringe Schäden in Schleswig-Holstein und Hamburg

Auch in Schleswig-Holstein und Hamburg haben die Ausläufer des Sturmtiefs „Goran“ nur geringe Schäden angerichtet. In Hamburg musste die Feuerwehr nach Angaben eines Sprechers 23 Mal ausrücken. Die Leitstellen in Schleswig-Holstein meldeten bis zum Mittag 43 Einsätze.

Dabei ging es nach Angaben der Polizei in erster Linie um abgeknickte Äste, umgestürzte Bäume und herumfliegende Schilder. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erreichte der Sturm in Böen Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern in der Stunde.

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Auch am Freitag soll es laut Vorhersage des DWD ähnlich stürmisch weitergehen. In der Nacht zum Freitag werde das Tief „Hakim“ von Westen her mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern in der Stunde über Norddeutschland hinwegziehen, sagte ein Sprecher. (dpa/mk)