Schnee in Hamburg/Norddeutschland: Aus und vorbei? Noch nicht ganz! Denn es gibt diese Prognose

Schnee im Norden: Verkehrschaos und Sturmflutgefahr

Tief "Tristan" hält den Norden in Atem. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen sorgt der Wintereinbruch für Verkehrschaos. An der See herrscht Sturmflutgefahr.

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Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Der eisige Wintereinbruch mit viel Schnee vom Wochenende ist auch zum Wochenstart noch nicht vorbei. Noch ist keine Entspannung der Lage in Sicht. Auch nicht für Hamburg und Norddeutschland.

Über die aktuelle Wetter-Lage in Hamburg und Norddeutschland und den Schnee informieren wir in diesem News-Blog!

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Wetter in Hamburg und Norddeutschland: Alle Infos zum Schnee, Winter und Flockdown im News-Blog

Freitag, 12. Februar

7.29 Uhr: Schneefall in Mecklenburg-Vorpommern erwartet

Die Temperaturen in Hamburg und Schleswig-Holstein bleiben frostig. Am Samstag zeigt sich aber auch die Sonne bei schwachem Wind und einer Temperatur von minus 1 Grad in Hamburg, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte.

In der Nacht zum Sonntag entwickelt sich voraussichtlich Nebel über dem Osten Schleswig-Holsteins und dem Hamburger Raum bei einer Tiefsttemperatur von minus 8 Grad in Kiel.

Zwischen Lübecker Bucht und Lauenburg sind anfangs einzelne Schneeschauer möglich, aber nur lokal Neuschneemengen um 2 Zentimeter.

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Der Nebel löst sich der Prognose zufolge am Sonntag auf. Es werden Temperaturen zwischen 0 und minus 1 Grad bei heiterem und im Westteil teils bewölkten Wetter erwartet.

An der Küste und in Vorpommern zeitweise Schneeschauer, gebietsweise nochmals 1 bis 6 Zentimeter Neuschnee. Verbreitet Schneeglätte. Im gesamten Küstenumfeld streckenweise Schneeverwehungen.

6.45 Uhr: Fernverkehr kommt wieder in Gang

Der Fernverkehr in Hamburg und Schleswig-Holstein kommt nach dem Wintereinbruch langsam wieder in Gang. Auf den meisten Linien kann der Verkehr wieder aufgenommen werden, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte.

Jedoch kann es zu witterungsbedingten Verspätungen und Zugausfällen kommen. Auf der Strecke zwischen Hamburg und Karlsruhe entfallen beispielsweise die Züge.

Donnerstag, 11. Februar

14.03 Uhr: Weiter Probleme bei der Bahn ++ Nicht alle Fähren fahren

Die Straßen wieder frei, die Luft klar und kalt, Sonnenschein fast im ganzen Land. Die Deutsche Bahn laboriert allerdings noch an den Folgen der heftigen Winterattacke in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Wegen zunehmenden Eisgangs gibt es erste Behinderungen im Schiffsverkehr. Zumindest ganz kurzfristig wird sich nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes nichts ändern. In den kommenden Tagen bleibt es bei frostigen Temperaturen.

Der Fernverkehr der Bahn war in Hamburg und Schleswig-Holstein am Donnerstag weiter eingeschränkt. Einige Strecken sollten nach und nach wieder freigegeben werden, wie die Deutsche Bahn am Morgen mitteilte.

Insgesamt müssten sich Reisende aber weiter auf Verspätungen und Ausfälle einstellen, hieß es. Betroffen seien unter anderem die Verbindungen Hamburg und Bremen, Hamburg und Kiel sowie Hamburg und Berlin.

Die Fährschiffe der Wyker Dampfschiffs-Reederei liefen am Donnerstag witterungsbedingt die Hallig Langeneß nicht an. Alle Verbindungen von und nach Langeneß fielen wegen der Eislage aus, teilte die Reederei auf ihrer Internetseite mit. Aufgrund von Eis und Niedrigwasser war am Donnerstag zudem nur noch eine Abfahrt von Hallig Hooge nach Schlüttsiel geplant. Am Freitag sollten die Fähren auf der Hallig-Linie aufgrund des vorhergesagten Niedrigwassers nach einem Ersatzfahrplan verkehren.

7.14 Uhr: Lage auf den Straßen normalisiert sich

Nach dem Wintereinbruch hat sich für die Polizeileitstellen in Schleswig-Holstein die Situation auf den Straßen weiter normalisiert. „Alles frei, alles gut“, sagte eine Sprecherin der Leitstelle-West am Donnerstagmorgen. Auf den Autobahnen des Landes gab es außer kleineren Schneewehen keine größeren Staus oder Behinderungen.

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Am Donnerstag bleibt es weiter kalt bei Temperaturen von bis zu Minus zwei Grad. Von der Ostsee ziehen im Laufe des Tages dann wieder Schneeschauer ins Landesinnere, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. In der Nacht kühlt es sich dann weiter ab. Die Tiefstwerte liegen dann zwischen minus 11 Grad und minus 16 Grad.

Mittwoch, 10. Februar

20.50 Uhr: Paar rettet Kinder aus See – Mann erleidet Herzstillstand

Zwei Kinder sind am Mittwochnachmittag in der Nähe von Flensburg in Schleswig-Holstein auf dem Eis eines Teichs eingebrochen. Ein Ehepaar beobachtete den Vorfall gegen 15.00 Uhr und rettete die Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren aus dem eiskalten Wasser, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle Nord sagte.

Nach dem Rettungseinsatz erlitt der Mann einen Herzstillstand und musste von Rettungskräften wiederbelebt werden. Die Frau erlitt Unterkühlungen. Das Ehepaar und die beiden Kinder wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

15.45 Uhr: Lake-Effekt bringt Schneemassen über Rügen

Am Mittwochnachmittag hat der sogenannte Lake-Effekt für weitere heftige Schneemassen auf der Ostsee-Insel Rügen gesorgt.

Starke Winde über dem Meer bringen Feuchtigkeit heran, die über dem Land als Schnee niederfällt. Meist zieht der Niederschlag in Form von schmalen Streifen über die Küstengebiete. Spektakuläre Aufnahmen des Lake-Effekts auf Rügen hat der Account „Unwetter-Freaks“ auf Twitter geteilt.

9.30 Uhr: SO geht es mit dem Wetter weiter

Die Menschen im Norden müssen sich erneut auf winterliches Wetter mit eisigen Temperaturen und Schneefällen einstellen.

Grund dafür sei ein Hoch über Skandinavien sowie eine östliche Strömung, die polare Kaltluft nach Hamburg und Schleswig-Holstein bringt, teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

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Am Vormittag werden vor allem in dem Gebiet zwischen Lübeck, Hamburg und Lauenburg kräftige Schneeschauer erwartet. An der Küste kann es auch zu Verwehungen kommen. Es bleibt frostig bei minus drei Grad.

Trotz der anhaltenden Minusgrade wird vor dem Betreten der Eisflächen gewarnt. Es seien noch keine tragenden Eisflächen vorhanden, wie die Polizei Flensburg mitteilte. Es bestehe Einbruchgefahr.

9.07 Uhr: Glätte-Gefahr in Hamburg

Verkehrsteilnehmer in Hamburg müssen wegen glatter Straßen am Mittwochmorgen vorsichtig sein. Die Streudienste seien voraussichtlich bis zum Mittag beschäftigt, wie die Stadtreinigung mitteilte.

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Seit kurz nach Mitternacht seien die Einsatzkräfte unterwegs. Mit 350 Fahrzeugen sicherten sie in der Stadt vor allem Radwege, verkehrswichtige Fahrbahnen, wichtige Gehwege ohne Anlieger, Zebrastreifen sowie Bushaltestellen.

7.15 Uhr: Keine Züge auf mehreren Verbindungen

Bahnreisende in Hamburg und Schleswig-Holstein müssen sich nach Schneefällen am Mittwoch auf Einschränkungen einstellen: Zwischen Hamburg und Kiel, Hamburg und Lübeck sowie zwischen Hamburg und Westerland verkehren keine Fernverkehrszüge, wie die Deutsche Bahn am Morgen mitteilte.

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Geplante Reisen sollten mindestens eine Stunde vor Fahrtbeginn überprüft oder auf einen anderen Tag verschoben werden. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Störungen zu beheben.

Aktuell seien Teams zu Erkundungsfahrten unterwegs, um die Weichen zu überprüfen, sagte ein Sprecher der Bahn. Im Nahverkehr gab es zunächst keine größeren Probleme.

Dienstag, 9. Februar

16.23 Uhr: Warnung vor dem Betreten von Eisflächen

Meteorologen und Behörden warnen seit Tagen davor, sich auf zugefrorene Teiche oder Seen zu wagen. Die Eisschicht ist noch nicht dick genug. Wo Schnee auf dem Eis liegt, wird die Eisbildung wegen der isolierenden Wirkung stark gebremst. Gerade unter Brücken, an Gewässereinmündungen oder dort, wo Pflanzen ins Gewässer hineinragen, bestehe Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Hamburger Umweltbehörde.

Auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher warnt davor in seiner Instagram-Story: „Die Eisdecke ist dünn und brüchig. Beim Betreten des Eises besteht höchste Lebensgefahr.“

In Mecklenburg-Vorpommern warnt auch die Polizei Stralsund vor unvorsichtigem Verhalten. Gleich mehrere Personengruppen haben sich am Dienstag auf die Eisfläche des Strelasund begeben. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei sprachen die Passanten an, die sich daraufhin vom Gefahrenbereich entfernten.

„Wenn Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt, ist die Fläche nicht zu betreten“, stellen die Beamten in dem Zusammenhang noch einmal klar.

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15.18 Uhr: Bislang keine größeren Sturmflut-Schäden von der Ostseeküste gemeldet

Die jüngste Sturmflut hat an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins nach bisherigen Erkenntnisse keine größeren Schäden verursacht. Das gesamte Ausmaß werde wegen der noch erhöhten Wasserstände allerdings erst später sichtbar werden, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums am Dienstag.

So seien an exponierten Stellen Abbrüche an Steilküsten, Dünen- und Strandwallabbrüche sowie Strandverluste möglich. Dank umfangreicher Küstenschutzmaßnahmen sei das Land aber auf eine Sturmflut in dieser Größenordnung gut vorbereitet, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne).

Bei der Sturmflut am Montag wurde nach Angaben des Ministeriums ein Höchstwasserstand von 1,34 Metern über normal Null erreicht.

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13.49 Uhr: Mann rennt nachts betrunken auf die Alster

Ein betrunkener Mann ist in der Nacht zu Dienstag in der Nähe des Hamburger Rathauses auf die zugefrorene Alster gelaufen und dabei eingebrochen.

Der 30-Jährige habe sich anschließend selbst auf einen Betonpfahl gerettet, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Hamburg. Von dort konnten die von Passanten alarmierten Einsatzkräfte den Mann an Land holen.

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Er wurde zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Die Hamburger Umweltbehörde hatte am Dienstag erneut vor dem Betreten von Eisflächen gewarnt. Die Eisdecken auf Teichen und Seen in Hamburg und Schleswig-Holstein sind Experten zufolge trotz einiger Frosttage noch dünn.

11.02 Uhr: Auch Hamburg ist jetzt weiß ++ Unwetterwarnung an der Küste

Zum Wochenstart war Hamburg größtenteils noch verschont geblieben vom Schnee. Doch mittlerweile zeigt sich auch in der Hansestadt eine leichte Schneedecke.

Nordöstlich der Metropole soll es bis Donnerstag sogar zu massivem Schneefall kommen. Im Landkreis Ostholstein bei Lübeck ist bis zu einem halben Meter Schnee möglich!

Der Deutsche Wetterdienst hat für die Region am Dienstag eine Unwetterwarnung herausgegeben. Es wird auch mit stürmischen Böen gerechnet.

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10.40 Uhr: Autobahn in Hamburg muss voll gesperrt werden

Weil der Fahrer eines Sattelzuges am frühen Dienstagmorgen bei schwierigen Witterungsbedingungen auf der Autobahn 7 in Hamburg auf eine Leitplanke gefahren war, ist die A7 Richtung Norden für etwa zwei Stunden voll gesperrt worden. „Ich gehe ganz stark davon aus, dass das wetterbedingt passiert war“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag in Hamburg.

Durch das Auffahren auf die Leitplanke wurde den Angaben zufolge der Dieseltank des 40-Tonners beschädigt. Die Einsatzkräfte mussten deshalb den Kraftstoff auffangen und die bereits ausgelaufenen Mengen abbinden. Bei dem Unfall wurde den Angaben zufolge niemand verletzt. Für die Zeit der mehrstündigen Bergung blieb die Autobahn in Höhe der Anschlussstelle Volkspark voll gesperrt.

10.13 Uhr: Wind schiebt in Hamburg Zwillingskinderwagen mit Kindern in Teich

Ein Zwillingskinderwagen ist wegen des starken Windes in einem Garten in Hamburg ins Rollen gekommen und in einen Teich gefahren. Dabei sei einer der 22 Monate alten Jungen mit dem Kopf kurz unter Wasser geraten, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Hamburg. Die Mutter habe ihr Kind sofort aus dem Teich gezogen. Ein Nachbar habe sich den zweiten Jungen geschnappt, der nur mit dem Unterkörper in dem eiskalten Wasser gelandet war.

Die Kinder seien direkt in die Wohnung gebracht und versorgt worden. Ein mit dem Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt habe anschließend die Zwillinge in Augenschein genommen und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt.

Die Mutter sei nur einen kurzen Moment unaufmerksam gewesen, als sich der Doppelwagen bedingt durch den Wind in Bewegung setzte und auf dem leicht abschüssigen Gelände in Hamburg-Nienstedten Fahrt aufnahm, sagte der Polizeisprecher weiter. Die Mutter sei sofort hinterher gerannt und ins Wasser gegangen, um ihre Kinder zu retten.

8.29 Uhr: Einschränkungen im Bahnverkehr hören nicht auf

Im Norden Deutschlands müssen sich Pendler und Reisende auch am Dienstag auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. „Hier im Norden hat uns das Wetter im Griff“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen.

Betroffen seien der Fern- und Regionalverkehr. Am Morgen kam es besonders im Regionalverkehr in Schleswig-Holstein zu witterungsbedingten Verspätungen und Zugausfällen. Die Deutsche Bahn rät allen Reisenden, ihre Verbindung vor dem geplanten Fahrtantritt zu überprüfen.

6.24 Uhr: Wintervergnügen Eisflächen: Meteorologe hat diese dringende Warnung

Auch wenn es manchmal verlockend sein kann, sollte aktuell niemand die Eisflächen betreten. Das Eis sei noch sehr dünn – trotz der niedrigen Temperaturen, warnt Hamburgs bekanntester TV- und Radio-Meteorologe Frank Böttcher.

Eine Eisdicke von 12 bis 15 Zentimeter sei nötig, damit sie sicher trage. Es brauche 10 bis 15 Nächte mit Minusgraden, um das zu erreichen. Vor dem Wochenende sei das Betreten von Eisflächen lebensgefährlich, mahnt der Meteorologe im NDR.

Die Feuerwehr Lübeck und die dortige Polizeidirektion geben daher folgende Sicherheitstipps:

  • 1. Vorsicht ist nicht nur bei fließenden Gewässern, verschneiten Oberflächen und bewachsenen Ufern geboten, auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisstärke plötzlich abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein.
  • 2. Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst. Kinder müssen die Gefahren erklärt werden.
  • 3. Vermeiden Sie einsame Ausflüge auf dem Eis - bei einem Unfall kann es sonst sein, dass niemand Hilfe holen kann.
  • 4. Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten. Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: Flach Hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen und mit mögliches wenig ruckartigen Bewegungen zum Ufer robben.
  • 5. Rufen Sie im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 oder 110 Hilfe bzw. organisieren Sie, dass jemand einen Notruf absetzt. Vor allem bei unübersichtlichem Gelände kann ein Einweiser an einer markanten Wegkreuzung die Anfahrt der Rettungskräfte erleichtern.
  • 6. Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenborgen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
  • 7. Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen und die sogenannte Eigensicherung beachten. Sie sollten möglichst Leinen, einen Schwimmweste oder einen Rettungsring benutzen und sich nicht zu weit hinauswagen.
  • 8. Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger o.ä.) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter. Hilfreich können auch an Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein.
  • 9. Gerettete sollte man in warme Decken (z.B. eine Rettungsdecke) oder Jacken hüllen und vorsichtig erwärmen, ihnen möglichst warmen Tee reichen und auf professionelle Rettungskräfte warten.

6.08 Uhr: Einschränkungen im Bahnverkehr halten weiter an

Der Regional- und Fernverkehr kommt nur langsam wieder in Gang. „Wir rechnen leider auch am Dienstag noch mit Einschränkungen“, sagte eine Sprecherin der „Deutschen Bahn“ (DB) am Montag. Vielerorts machten vereiste Weichen, eingefrorene Oberleitungen und Schneeverwehungen viele Strecken unpassierbar.

Es habe zwar viele Räumfahrten etwa mit Schneefräsen gegeben. Doch durch den Wind und anhaltenden Schneefall seien Bahnlinien oft wenig später mit Schnee wieder zugeweht, erklärte die Sprecherin. Die Bahn riet Reisenden, sich vor Fahrtantritt im Internet über Verbindungen zu informieren. Auch bei der Bahn-Hotline (0 8000) 99 66 33 gibt es Infos über die aktuelle Lage.

Montag, 8. Februar

20.50 Uhr: Rügen – hier gerät die Feuerwehr an ihre Grenzen

In der Nacht zum Montag gab es mehrere Meldungen von festgefahrenen Autos durch Schneeverwehungen auf der Insel Rügen. Deshalb rief die Polizei dazu auf das Kap Arkona auf jeden Fall zu meiden.

Bei den Rettungsaktionen stieß aber auch die Feuerwehr an ihre Grenzen. Stundenlang sollen sich die Rettungen zu getragen haben.

Dabei wurde die Feuerwehr auch von so manchem Landwirt unterstützt. Diese versuchten mit Schneefräsen die Massen an Schnee von den Straßen zu befreien.

16.10 Uhr: Sturmflutwarnung an der Ostsee

Der Hydrodienst Hamburg gab eine Sturmflutwarnung für die schlwesig-holsteinische Ostseeküste heraus. Besonders betroffen: die Kieler und Lübecker Bucht.

Es würden im Tagesverlauf und auch in der Nacht zu Dienstag Wasserstände um einen Meter über dem mittleren Wasserstand erwartet. Bereits am frühen Nachmittag schwappte das Wasser der Trave über die Ufer.

Westlich von Rügen werden Wasserstände bis 80 Zentimeter über dem mittleren Wasserstand erwartet, östlich von Rügen bis 60 Zentimeter. In Greifswald und Stralsund können Spitzen bis 75 Zentimeter über dem mittleren Wasserstand auftreten

.

Das NDR-Fernsehen hat für Montagabend um 20.15 Uhr eine 15-minütige Sondersendung zur aktuellen Wetterlage angekündigt.

15.20 Uhr: Heftige Schneefälle in Schleswig-Holstein erwartet

In der Nacht zu Mittwoch rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Schleswig-Holstein mit heftigen Schneefällen. Von der Ostsee her schiebt der erwartete Nordostwind kräftige Niederschläge über das Land.

Nördlich von Hamburg kann es zwischen Elmshorn und Eutin zu einer Unwetterschneise mit Schneefällen bis zu 40 Zentimeter kommen. Auch mit Schneeverwehungen bei Böen bis zu 70 Stundenkilometern ist zu rechnen. Der DWD warnt daher erneut vor Verkehrsbehinderungen und Schneebruch.

In weiten Teilen Norddeutschlands kommt es unterdessen weiterhin zu sturmartigen Böen. Die Feuerwehr musste vielerorts ausrücken, um umgestürzte Bäume zu zersägen und die Straßen freizuräumen.

13.15 Uhr: Schneefälle beeinträchtigen auch am Montag Zugverkehr in Hamburg

Der Wintereinbruch mit Schnee, Glatteis und heftigem Wind hat auch am Montag zu starken Einschränkungen im Bahnverkehr in Deutschland geführt. „Aufgrund von extremem Unwetter“ komme es in weiten Teilen des Landes voraussichtlich noch den gesamten Tag zu Zugausfällen und Verspätungen, teilte die Bahn in einer Warnmeldung auf ihrer Webseite mit. Demnach soll der Fernverkehr vielerorts „bis auf weiteres“ eingestellt bleiben.

Die Einschränkungen betreffen laut Bahn insbesondere die Regionen Berlin und Hamburg, wo am Montag nahezu keine Fernverkehrszüge starteten. Demnach blieben die Verbindungen von beiden Städten in Richtung Hannover, Köln, Frankfurt sowie München ausgesetzt. Die Bahn erwartete, „die Einschränkungen im Laufe des Nachmittags schrittweise aufheben zu können“. Gleichzeitig kündigte der Konzern an, das Fernverkehrsangebot zwischen Hamburg und Berlin sowie von Köln in Richtung Frankfurt und Süddeutschland werde aufrecht erhalten.

Die Bahn riet Reisenden, sich kurzfristig online über ihre Verbindung zu informieren und im Zweifel kostenlos auf einen anderen Reisetag innerhalb der kommenden sieben Tage auszuweichen.

10.26 Uhr: Schneechaos auf der Autobahn in Schleswig-Holstein

Schneeverwehungen haben Autofahren vor allem im nördlichen Schleswig-Holstein am Montagmorgen zu schaffen gemacht. Der starke Ostwind wehte in vielen Orten rund um Flensburg Schnee auf die Straßen, wie die Polizei erklärte. So steckten etwa in Großsolt mehrere Fahrzeuge in einer Schneewehe fest, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Auch in Tarp und Freienwill wurden Schneewehen Auto- und auch Lastwagenfahren zum Verhängnis. Auf der A7 bei Sieverstedt rutschte ein Auto in eine Leitplanke. Die meisten Unfälle gingen den Angaben zufolge glimpflich aus.

In den anderen Landesteilen blieb es nach Angaben der Polizeileitstellen in der Nacht und am frühen Morgen ruhig. „Die meisten sind zum Glück Zuhause geblieben“, hieß es bei der Polizeileitstelle West.

08.33 Uhr: Krasses Wetter-Phänomen kommt auf die Ostsee-Küste zu

Dabei handelt es sich um den sogenannten „Lake Effect“, wie der Kanal vom Kachelmannwetter-Team auf Twitter mitteilte. Besonders in den Wintermonaten kann es zu einem „Lake Effect“ oder auchLake Effect Snowim Bereich der Ostsee kommen. Der Begriff stammt aus den USA und kommt von heftigen Schneefällen, die an großen Seen ausgelöst werden.

Die Ursache ist in Deutschland an der Ostsee ähnlich, sodass der gleiche Begriff verwendet wird, heißt es auf der Kachelmannwetter-Homepage. Ausgangslage ist eine nordöstliche bis östliche Strömung, mit der kalte Luft über die vergleichsweise warme Ostsee weht. Hinzu kommen meistens auch größere Temperaturunterschiede mit sehr kalter Luft in der Höhe.

Dabei nimmt die kalte Luftmasse über der Ostsee Feuchte auf und es bilden sich kräftige Schauer, manchmal auch Gewitter. Die gehen dann besonders an der direkten Küste als teils kräftige und selten gewittrige Schneeschauer nieder. Die große Besonderheit hierbei ist, dass sich die Schauer in eng begrenzten Linien anordnen. Zum einen macht das genaue lokale Prognosen der Schneehöhen sehr schwierig und zum anderen kommen örtlich für dortige Verhältnisse sehr große Neuschneemengen in kurzer Zeit zusammen.

Das heißt: innerhalb der Schneeschauerlinie schneit es stundenlang kräftig, während wenige Kilometer weiter kaum eine Flocke vom Himmel fällt. Je weiter die Schauer ins Binnenland ziehen, desto schwächer werden sie meist. Hinzu kommen durch starken Nordost- bis Ostwind nicht selten erhebliche Schneeverwehungen, die durchaus über ein Meter Höhe erreichen können.