Camping: Wer hier Urlaub machen will, muss jetzt schon Glück haben! „Ganz viel nachzuholen“

Eine Frau und ein Mann bauen im ElbeCamp ihr Zelt auf. Im Hintergrund ist die Elbe zu sehen.
Eine Frau und ein Mann bauen im ElbeCamp ihr Zelt auf. Im Hintergrund ist die Elbe zu sehen.
Foto: picture alliance/dpa | Georg Wendt

Die Camping-Saison beginnt und damit steigen auch die Anfragen bei den beliebten Camping-Plätze in Hamburg. Doch wer dort übernachten möchte, braucht ganz schön viel Glück. „Hier ist alles wieder im Normalzustand, also im Grunde wie in den Jahren vor Corona“, sagte Reno Buchholz vom Camping-Platz in der Kieler Straße und dementsprechend sind die beiden Camping-Plätze in Hamburg sehr gut besucht.

Eine Chance auf einen Platz in Hamburg gibt es aber doch noch. „Wir haben immer wieder mal Lücken, weil es Stornierungen gibt, wenn Gäste beispielsweise Corona haben“, so Buchholz, der den kleinen Camping-Platz mitten in der Stadt in dritter Generation betreibt. „Wir freuen uns sehr, dass es nun endlich wieder richtig los geht.“

Camping: Kaum noch freie Plätze im Elbecamp

Auch das an der Elbe gelegene Elbecamp hat kaum noch freie Plätze im Angebot. So sind die Stellplätze für Wohnwagen, Busse und Wohnmobile bis Ende August weitgehend bereits reserviert.

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„Es gibt ganz viele Zeitfenster, in denen wir schon ausgebucht sind. Aber Zeltplätze sind generell immer gut möglich“, so Camping-Platzleiter Garip Yavuz. Auch viele Anfragen von Kinder- und Jugendgruppen seien bereits eingegangen. „Der Platz hier wird dankbar angenommen. Wir haben jetzt auch schon die erste Schulklasse da. Wir sind ja auch ein Ferien- und Schulcamp.“ Träger des Platzes ist der Verein Kinderschutz- und Jugendwohlfahrt.

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Gleichzeitig ist der Platz sehr international. „Bei uns stranden Gäste aus der ganzen Welt. Im Moment merken wir, dass vor allem aus Holland, der Schweiz und Österreich die Wohnmobil- und Wohnwagengäste schon da sind.

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Camping-Urlaub angesagt wie nie – das steckt dahinter:

  • Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform.
  • In den meisten Ländern Europas ist Camping außerhalb dafür vorgesehener Einrichtungen (wildes Campen) nicht erlaubt oder nur unter strengen Auflagen gestattet.
  • Über zehn Millionen Deutsche betreiben ab und zu Camping oder Caraving, fast zwei Millionen sogar häufig.
  • 2020 gab es in Deutschland 2.862 Campingplätze mit einer Anzahl von etwa 209.000 Stellplätzen.
  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden auf deutschen Campingplätzen etwa 34 Millionen Übernachtungen gezählt.

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Camping-Reiseverhalten hat sich geändert

“ Dabei hat das Elbecamp-Team festgestellt, dass sich nach den zwei Corona-Jahren das Reiseverhalten bei vielen verändert hat. Viele der Gäste würden in diesem Jahr deutlich länger bleiben als sonst, so Yavuz, der bereits seit 15 Jahren den Campingplatz leitet. „Die scheinen ganz viel nachzuholen. Wer es sich leisten kann, macht im Moment viel länger Urlaub.“

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Auch für ihn und sein Team sei mit dem Wegfall vieler Corona-Regeln die Arbeit wieder leichter geworden. „Das war teilweise schon sehr anstrengend mit den vielen G-Regeln und Kontrollen. Das ist jetzt wie ein Aufbruch. Und man sieht das Lächeln endlich wieder.“ In den beiden Corona-Jahren musste das Elbecamp auf rund ein Drittel seiner sonst üblichen Gäste verzichten. (dpa)