Hamburg: Üble Insekten-Invasion in der Stadt – diese Tiere wurden in einem Garten gefunden

Insektenkundler entfernen das Nest der Asiatischen Hornisse aus einer Hecke im Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne.
Insektenkundler entfernen das Nest der Asiatischen Hornisse aus einer Hecke im Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne.
Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

Ein Nest einer invasiven Art ist kürzlich in Hamburg gefunden worden. Diese Insekten können negative Auswirkungen auf die Umgebung und andere Tierarten haben.

In diesem Fall handelt es sich um die Asiatische Hornisse. Gefunden wurde das Nest im Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne. Es ist den Angaben zufolge der erste Fund in Hamburg in diesem Jahr. Der Stadt liegt viel daran, dass sich diese invasive Art nicht ausbreitet.

Hamburg: Nest der Asiatischen Hornisse in Buchsbaum entdeckt

Wie der Biologe Kai Schütte von der Universität Hamburg berichtete, wurde es in einem privaten Garten in einem Buchsbaum entdeckt. Mit Hilfe eines Ehrenamtlers entfernte der Biologe das Nest im Auftrag der Umweltbehörde am vergangenen Freitag.

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„Die Asiatische Hornisse steht auf der E-Liste der invasiven Arten, die sich in Ausbreitung befinden“, erklärte er. Gefundene Nester müssten deshalb unverzüglich entfernt werden.

Für heimische Bestäuber wie Bienen könnten sie jedoch zur Gefahr werden. Unter anderem deshalb solle die Verbreitung der Art verhindert werden.

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Hamburg: 300 Flugtiere plus Brut gefunden

„Es hatte einen Durchmesser von etwa dreißig Zentimetern. Darin haben wir rund dreihundert Flugtiere plus Brut – das heißt Eier, Larven und Puppen – gefunden“, beschrieb Schütte das entfernte Nest. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass die Nestbewohner bald umziehen wollten.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • mit rund 1,9 Millionen Einwohnern ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Neben dem Primärnest bauen Asiatische Hornissen dem Biologen zufolge nämlich in der Regel ein Zweitnest, welches sie hoch in Bäumen platzieren. Mit dem Entfernen des Nestes solle die weitere Reproduktion der Art unterbunden werden.

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Für den Menschen sind die Asiatischen Hornissen der Umweltbehörde zufolge nicht gefährlicher als die heimischen Europäischen Hornissen.

Hamburg: So erkennst du die Hornissenart

Bereits im Juni hatte die Umweltbehörde Hamburg dazu aufgerufen, Sichtungen der Asiatischen Hornisse zu melden. Sowohl einzelne Tiere als auch Nester seien dabei relevant. Die gebietsfremde Hornissenart falle insbesondere durch ihre überwiegend schwarze Färbung auf.

In der Vergangenheit waren bereits Sender verwendet worden, mit denen einzelne Hornissenarbeiterinnen ausgestattet wurden. Mittels Radiotelemetrie konnten diese dann bis zu ihren Nestern verfolgt und die Nester anschließend entfernt werden, wie Schütte weiter berichtete.

Asiatische Hornisse vermutlich mit einem Transportmittel nach Hamburg gekommen

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) stammt nach Angaben der Umweltbehörde ursprünglich aus Südostasien. Im Jahr 2004 wurde sie nach bisherigen Erkenntnissen zum ersten Mal in Europa gesichtet.

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Nachdem sie 2014 dann in Süddeutschland entdeckt wurde, tauchte sie im September 2019 erstmals in Hamburg auf. „Wahrscheinlich ist sie mit einem Transportmittel nach Hamburg gekommen, da keine kontinuierliche Verbreitung festzustellen war“, so Schütte weiter.

Ein weiterer Schädling breitet sich gerade in der Stadt aus. Schilder und Flatterband warnen mancherorts im Norden vor ihm. Mehr dazu liest du >> hier. (dpa/mk)