Hamburg: Erste Party für Geimpfte und Genesene auf dem Kiez – dann rückt die Polizei an

Hamburg: Diese Party nahm kein gutes Ende
Hamburg: Diese Party nahm kein gutes Ende
Foto: Andre Lenthe Fotografie

Seit Samstag geht Hamburg einen Sonderweg in der Pandemie. Mit dem sogenannte 2G-Optionsmodell haben Betriebe die Chance, viele Corona-Maßnahmen wegfallen zu lassen, so lange sie nur für Geimpfte und Genesene ihre Türen öffnen.

Diese neuen Freiheiten wollte ein Club auf dem Kiez in der Nacht zu Samstag mit einer Party gebührend zelebrieren. Doch schon nach eineinhalb Stunden wurde die Feier in Hamburg wieder von der Polizei beendet.

Hamburg: Polizei räumt Party

Das „BKI:Kiezinternat“ auf der Großen Freiheit öffnete seine Türen am Samstag pünktlich um 0 Uhr. Mit Inkrafttreten der 2G-Regelungen wollte der Club mit rund 120 Leuten feiern.

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Das 2G-Optionsmodell ist bundesweit bis jetzt ein einzigartiger Sonderweg. Veranstaltungen sind dadurch fast ohne Einschränkungen wieder möglich, so lange nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben.

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Daten und Fakten zur Reeperbahn:

  • Die Reeperbahn verläuft vom Millerntor in Richtung Westen bis zum Nobistor und ist 930 Meter lang
  • Die Reeperbahn erhielt ihren Namen von Taumachern und Seilern, den so genannten Reepschlägern, die für die Herstellung von Schiffstauen verantwortlich waren
  • Heute reihen sich zahlreiche Diskotheken, Bars, Strip-Clubs, Theater und Hotels auf der Reeperbahn aneinander
  • Auch bekannt als Hamburger Kiez ist die Reeperbahn die Anlaufstelle, wenn es um Vergnügung und Partyspaß geht
  • Weltweit ist die Reeperbahn auch als das Rotlichtviertel schlechthin bekannt und wird daher als „die sündigste Meile der Welt“ bezeichnet
  • Im Sommer zieht die Reeperbahn bis zu 50.000 Besucher am Wochenende an
  • Insgesamt besuchen rund 30 Millionen Menschen pro Jahr die Reeperbahn und ihre Seitenstraßen

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Unteranderem entfallen dadurch das Abstandsgebot und die Sperrstunde. Veranstalter können entscheiden, ob sie zu der neuen 2G-Regel wechseln oder wie gewohnt bei den 3G-Regelungen bleiben.

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Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher begründete die Entscheidung für die 2G-Option damit, dass Geimpfte und Genesene im Vergleich zu Ungeimpften keinen wesentlichen Anteil am Infektionsgeschehen hätten.

Kiez-Club in Hamburg lässt es krachen

Das „BKI:Kiezinternat“ hatte sich für die 2G-Variante entschieden und ließ es ordentlich krachen. „Wir haben sehr viele Anfragen von Geimpften und Genesenen bekommen. Die wollen einfach mal wieder feiern gehen“, sagt der Betreiber des Clubs gegenüber der „Hamburger Morgenpost

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Die Partystimmung dauerte aber leider nur bis 1.35 Uhr an, denn dann wurde der Club vom Ordnungsamt und der Polizei geräumt, wie der Lagedienst der Polizei mitteilte. Grund dafür waren einige ungeimpfte Gäste, ein ungeimpfter Türsteher und mehrere Verstöße gegen die Maskenpflicht.

Hamburg: Kritik am 2G-Modell

Tatsächlich wird das 2G-Modell wegen der weiterhin bestehenden Maskenpflicht von einigen Musikclubs kritisiert. Auch andere Branchen, wie beispielsweise die Kinos und Konzerthäuser, äußern sich kritisch.

Die Regelung beinhalte noch zu viele Unklarheiten. Einige bemängeln außerdem, dass die Impfpflicht so auf den Rücken der Institutionen abgewälzt werden würde.

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Für den Kiez-Club endete die Party unter den 2G-Regelungen zumindest nicht all zu feierlich. Gegen halb drei hatte auch der letzte Gast die Räumlichkeiten in Hamburg verlassen. Hoffentlich dauert die nächste Feier dann doch etwas länger. (dpa/fk)